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Landkreis Ludwigslust- Parchim : Vorsicht vor angeblichen Inkasso-Forderungen

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

svz.de von
erstellt am 08.Jan.2015 | 20:20 Uhr

Seit Wochen kursieren in weiten Teilen des Landkreises Ludwigslust- Parchim so genannte Inkasso- Mahnschreiben, die ahnungslose Bürger ohne jegliche Ankündigung mit der Briefpost oder per E- Mail erhalten. Darin werden sie aufgefordert Bargeld - meist mehrere hundert Euro - auf ausländische Konten zu überweisen. In den meist fehlerhaft verfassten Anschreiben geht es inhaltlich um angeblich nicht bezahlte Rechnungen, die durch die vermeintlichen Inkasso-Büros nun eingetrieben werden sollen.

Allerdings werden Details zu den angeblich offenen Rechnungen nicht mitgeteilt. Die Polizei rät zur Vorsicht, da es sich bei solchen Anschreiben um eine Betrugsmasche handelt. Sie zielt einzig darauf ab, die Empfänger solcher Schreiben einzuschüchtern und sie zur Zahlung zu drängen.

Seit knapp vier Wochen erhalten vor allem ältere Bürger auch vermehrt Anrufe von angeblichen Inkassounternehmen, wie eine besorgte Leserin (Name der Redaktion bekannt) mitteilte. Sie wurde von der Wuppertaler Nummer 02023-695956 belästigt, unter der mutmaßliche Betrüger bisher stets gleich vorgehen.

Als die 64-Jährige den Hörer abnimmt, stellt sich der Anrufer mit Stefan Groß von einem namenlosen Inkassobüro vor. Ob unsere Leserin denn schon den Pfändungsbescheid bekommen hätte, fragt er zunächst. Die Sternbergerin hätte die Zeitschrift Hörzu abonniert und ihre Gewinnspielbeteiligung nicht gekündigt. So wären nun Kosten von über 600 Euro entstanden, die sie bezahlen solle. Die 64-Jährige hatte tatsächlich die Zeitschrift abonniert, aber nie ein Gewinnspiel abgeschlossen, wie sie gegenüber SVZ erklärt.

Für alle Betroffenen gilt zunächst: Nicht von den Anrufern einschüchtern lassen und niemals über das Telefon Bankdaten herausgeben. Im Zweifelsfall sollte der Hörer aufgelegt, das Gespräch beendet werden. Anschreiben von Inkasso-Büros stets auf die Rechtmäßigkeit der erhobenen Forderung prüfen. Weiter sollten Erkundigungen eingeholt bzw. die Polizei eingeschaltet werden.

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