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Mecklenburg-Vorpommern

24. November 2017 | 12:28 Uhr

Vorsicht, Badefallen!

vom

svz.de von
erstellt am 24.Jul.2013 | 12:08 Uhr

München | Sommer, Sonne, Strand - Millionen suchen bei Temperaturen von mehr als 30 Grad Abkühlung in Badeseen. Doch das erfrischende Vergnügen ist nicht ohne Gefahren. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) warnt vor Badeunfällen. Und manche Gewässern sind nicht so sauber, wie sie sein sollten, ergab ein ADAC-Test. Keime können Durchfall oder Ausschlag verursachen.

Der ADAC testete 65 Badestellen rund um zwölf große deutsche Städte. 20 schnitten "sehr gut" ab, etwa jede siebte Messstelle hatte aber bedenkliche Werte. Der Autofahrerclub misst stets im flachen Wasser, in dem die Kleinsten planschen, sagt Testleiter Nicolas Adunka.

Die Wärme beschleunigt bei manchen Bakterien das Wachstum, starke UV-Strahlung tötet aber andere Keime ab.

EU-Kommission und Europäische Umweltagentur sehen den Badespaß an Stränden, Seen und Flüssen fast überall in Europa ungetrübt: Bei 94 Prozent der Badestellen war demnach 2012 die Wasserqualität passabel bis ausgezeichnet. In Deutschland bekamen fast vier von fünf Stellen an den Küsten das Siegel "exzellent", bei Binnengewässern war die Qualität an fast neun von zehn Stellen "sehr gut".

Auch am Mittelmeer können Urlauber demnach unbesorgt in die Fluten springen: Spitzenreiter war Zypern, auch Malta, Kroatien und Griechenland schnitten gut ab. Genauer hinschauen sollten Wasserratten in Belgien und auch in den Niederlanden oder Großbritannien. In Spanien war die westliche Atlantikküste problematisch, in Frankreich galt dies für die Bretagne und östliche Mittelmeerstrände.

Bei den nun vom ADAC getesteten Gewässern liegen besonders viele saubere Badeseen um Leipzig. Testverlierer war eine Badestelle am Südufer des Elfrather Badesees in Krefeld.

Alljährlich machen auch Blaualgen Sorgen. Für einige Strandabschnitte in Lübeck-Travemünde wurde vergangene Woche eine begrenzte Badewarnung verhängt.

Ein weiteres Problem: "Die Schwimmfähigkeit der Kinder nimmt kontinuierlich ab", sagt der Pressereferent der DLRG, Sebastian Löw. Angesichts klammer Kassen gebe es immer weniger Lehr-Schwimmbäder.

Gründe für Badeunfälle seien auch oft Selbstüberschätzung und Unkenntnis der Gefahren. "Wir konnten am Wochenende in Warnemünde beobachten, wie eine Jugendgruppe um 23 Uhr in die Ostsee gegangen und 200 Meter hinausgeschwommen ist", sagt Löw. Der Kasten Bier sei dabei gewesen. "Das ist Leichtsinn und unverantwortlich."

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