zur Navigation springen

Gemälde in Ahrenshooper Hotels : Vorgeschmack auf neues Kunstmuseum

vom

Im Sommer 2013 soll das neue Kunstmuseum Ahrenshoop auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst eröffnet werden. Doch schon jetzt können einige Werke der kostbaren Sammlung bewundert werden - an ungewöhnlichen Orten.

svz.de von
erstellt am 10.Feb.2012 | 10:17 Uhr

Ahrenshoop | Im Sommer 2013 soll das neue Kunstmuseum Ahrenshoop auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst eröffnet werden.

Doch schon jetzt können einige Werke der kostbaren Sammlung bewundert werden - an ungewöhnlichen Orten. Arbeiten von Paul Müller-Kaempff (1861-1941) und Max Kaus (1891-1977) schmücken seit Donnerstag das Foyer im Grand Hotel „Kurhaus“ Ahrenshoop. Aber auch andere Hotels und Häuser des Künstlerortes und seiner Nachbargemeinden laden zu Ausstellungen, Vorträgen und Filmabenden ein.

„Nachdem unsere Informationsstelle dem Baugeschehen zum Opfer fiel, haben wir nach Lösungen gesucht, unser Museum weiter präsentieren zu können“, sagte der Vorsitzende vom Verein der Freunde und Förderer des Kunstmuseums Ahrenshoop, Guenter Roese, zum Auftakt der neuartigen Präsentation.

Erstmals seit 1900 wurde das großformatige Meisterwerk „Abendstimmung am Darß“ von Müller-Kaempff, dem Gründer der Künstlerkolonie Ahrenshoop, wieder der Öffentlichkeit präsentiert.

Das Ölgemälde, entstanden um das Jahr 1898, war seit der Großen Berliner Kunstausstellung im Jahr 1900 in Privatbesitz. Die stimmungsvolle Küstenlandschaft mit Windflüchtern und einem fernen Wolkenband über dem Horizont wird auf einen fünfstelligen Betrag geschätzt. Sie wurde erst vor kurzem mit Hilfe eines Berliner Mäzens für die Sammlung des Kunstmuseums Ahrenshoop erworben. Nun hängt das Werk im Foyer des Kurhauses auf dem Schifferberg und wirbt mit weiteren Gemälden, historischen Informationen und einem Museumsmodell für das künftige Kunstmuseum.

„Das Grand Hotel ist gern Gastgeber für das Museum, weil wir als großes Haus unserer Verantwortung gegenüber dem Ort gerecht werden wollen“, erklärte der Geschäftsführende Direktor des Kurhauses, Oliver Schmidt. Außerdem sei Kunst ein hervorragendes Aushängeschild.

Er habe für sein Hotel sogar eine eigene Galeristin engagiert. Denn die Kunst ziehe viele Gäste in den traditionsreichen Ort mit nur 800 Einwohnern.

Im Herbst 2011 war der erste Spatenstich für den 5,4 Millionen teuren Museumsneubau erfolgt, der als Ausstellungs-, Begegnungs- und Forschungszentrum gedacht ist und die Geschichte des Künstlerortes vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart erzählen soll.

Mehr als 500 Werke von Malern der Künstlerkolonie wurden bereits für die Stiftungssammlung erworben. Die Stiftung wird von 100 Stiftern getragen und von rund 300 Mitgliedern vom Verein der Freunde und Förderer des Kunstmuseums unterstützt. „Nur durch das hohe bürgerschaftliche Engagement und die Unterstützung unserer Förderer in ganz Deutschland ist das Projekt in dem kleinen Ostseeort möglich“, betonte Roese.

Bis zur Eröffnung des Museums im nächsten Jahr finden Vorträge in den Räumen der Hotels „Fischerwiege“, „Künstlerquartier Seezeichen“ und im Grand Hotel Ahrenshoop statt. Die Ausstellungen werden im „Neuen Kunsthaus“ Ahrenshoop, in der „Darßer Arche“ in Wieck und im „Fischlandhaus“ Wustrow zu sehen sein.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen