Gericht : Vorerst keine Hähnchenmast in Wattmannshagen

23-31786588.JPG

von
07. Februar 2014, 12:25 Uhr

Die umstrittene Hähnchen-Großmastanlage für 200 000 Tiere in Wattmannshagen bei Güstrow darf vorerst nicht gebaut werden. Wie die Umweltschutzorganisation BUND am Freitag in Schwerin berichtete, hat das Verwaltungsgericht Schwerin einem entsprechenden Antrag im gerichtlichen Eilverfahren stattgegeben. Laut BUND seien die vorgelegten Genehmigungsunterlagen zur Beeinträchtigung geschützter Biotope unzutreffend. Das Gericht bestätigte auf dpa-Anfrage die entsprechende Entscheidung vom 30. Januar. Der Antragsteller war zunächst für eine Anfrage der dpa nicht zu erreichen. Er kann gegen den Gerichtsbeschluss innerhalb von zwei Wochen Beschwerde einlegen.

Wie die BUND-Landesgeschäftsführerin Corinna Cwielag erklärte, seien für die Umweltgefährdung in erster Linie die Ammoniak enthaltenden Ausscheidungen der Tiere verantwortlich. Die Auswirkungen der Großanlage könnten so gravierend sein, dass die Gefahr des Absterbens der Bäume in einem nahen Waldgebiet bestehe.

Die Folgen auf weitere, in der Umgebung liegende Biotope, die nach der europäischen Richtlinie geschützt sind, seien erst gar nicht untersucht worden. „Damit wird gerichtlich bestätigt, dass die Wirkungen von Großanlagen bisher fehlerhaft bewertet wurden. Die Belastungsgrenzen der Natur sind oftmals bereits erreicht“, betonte Cwielag.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen