Bei Tribsees : Vorbereitungen für Rückbau am A20-Loch begonnen

Am Montag haben an dem zerstörten Teilstück der Autobahn 20 bei Tribsees die Vorbereitungen zum Abriss der Fahrbahn begonnen.

von
19. Februar 2018, 12:36 Uhr

Ein Bagger habe mit dem Rückbau des Straßendammes begonnen, gleichzeitig würden alle Schutzplanken abmontiert, teilte das Verkehrsministerium am Montag mit. Am Nachmittag werde Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) vor Ort erwartet.

Mit den Arbeiten sollen den Angaben zufolge Zufahrtswege für die Baufahrzeuge geschaffen werden, die beim späteren Rückbau des gesamten Straßendammes gebraucht werden. Die Ausschreibung für diesen Bauabschnitt liefen derzeit.

Seit September versinkt die A 20-Fahrbahn auf knapp 100 Meter Länge im moorigen Untergrund. Was genau im Boden das Desaster verursacht hat, ist noch immer ungeklärt.

 

Niedersachsen hofft trotz Absacken der A20 auf schnellen Baustart

Trotz des Absackens eines A20-Stücks in Mecklenburg-Vorpommern hofft das Verkehrsministerium in Hannover auf einen zügigen Baubeginn der Küstenautobahn in Niedersachsen. Das Absacken der Strecke in Mecklenburg-Vorpommern wirke sich nicht auf die bestehenden Planungen der A20 von Westerstede bis zur Elbe aus, teilte das Ministerium am Montag mit.

Das für die A20 gewählte Bauverfahren in den abgesackten Bereichen unterscheide sich grundlegend von dem Verfahren, das für die die Küstenautobahn in Niedersachsen vorgesehen ist. Die Grünen im Landtag hatten die Sorge geäußert, dass auch in Niedersachsen Probleme drohen, da die Autobahn hier wie im Osten auf Moorgebieten gebaut wird.

Die A20 soll eine durchgehende Verbindung von den Niederlanden über Hamburg bis nach Polen ermöglichen, der niedersächsische Abschnitt ist 120 Kilometer lang. Für den ersten Bauabschnitt von Westerstede nach Jaderberg werde der Planfeststellung bis zur Jahresmitte erwartet. Der Bau dieses Abschnitts „könnte bei einer schnellen Rechtskräftigkeit des Planfeststellungsbeschlusses in diesem Jahr beginnen“, sagte Verkehrsministerium Bernd Althusmann (CDU) der „Nordwest-Zeitung“. Eine sichere Aussage zum Baustart der A20 in Niedersachsen sei aber noch nicht möglich, da Klagen die Arbeiten noch verzögern könnten.

Für einen zweiten Bauabschnitt zwischen der A29 bei Jaderberg und der B437 bei Schwei können Betroffene sich derzeit bis zum 21. März zu der laufenden Planung äußern.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen