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Breitbandausbau MV : Vorausschauende Tiefbauarbeiten

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Für einen schnelleren Breitbandausbau: Künftig sollen leere Rohre für spätere Internetleitungen gleich mitverlegt werden.

Bei Tiefbauarbeiten wie bei dem beginnenden Breitbandausbau sollen in Mecklenburg-Vorpommern vorsorglich auch Leerrohre mit verlegt werden. Damit könnten massiv Kosten gespart werden, wenn später weitere Leitungen erforderlich seien, sagte der SPD-Abgeordnete Philipp da Cunha gestern im Landtag in Schwerin. Zudem blieben Anwohnern und Autofahrern oft langwierige Straßensperrungen erspart.

Mit den Stimmen aller vier Fraktionen wurde die Landesregierung aufgefordert, bei Neu-, Aus- oder Umbau von Landesstraßen auf eigene Kosten Leerrohre einbringen zu lassen. Wie Infrastrukturminister Christian Pegel (SPD) sagte, machen Erdarbeiten beim bevorstehenden Ausbau des schnellen Internets auf dem Lande rund 70 Prozent der Kosten aus.

Künftige Nutzer sollen später an den Kosten beteiligt werden. Träger der Versorgungsnetze wie Telekommunikationsunternehmen oder Stadtwerke sollen frühzeitig über ihre Baupläne informieren und nach Möglichkeit Fördermittel für die Mitverlegung der Leerrohre erhalten. Auch Landkreise und Gemeinden sollen im Rahmen ihrer Zuständigkeiten vorsorglich Rohre verlegen, die zusätzliche Leitungen aufnehmen können.

„Wären schon bei den umfangreichen Straßenbauarbeiten seit Anfang der 1990er- Jahre vorsorglich Leerrohre verlegt worden, könnten wir heute Milliarden sparen“, sagte der SPD-Politiker Pegel. Statt der veranschlagten 2,3 bis 2,5 Milliarden Euro für ein landesweites hochleistungsfähiges Glasfasernetz seien 700 Millionen Euro erforderlich.

Pegel erinnerte daran, dass Mecklenburg-Vorpommern für das schnellere Internet vom Bund bislang 827 Millionen Euro erhalten wird. Das ist etwa jeder fünfte Euro aus den vier Milliarden Euro schweren Bundesprogrammen zur Schaffung schneller Internetverbindungen in ländlichen Regionen.

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erstellt am 15.Jul.2017 | 07:00 Uhr

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