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Top-Ausstellungen 2017 : Von Luther bis Mattheuer

vom
Aus der Onlineredaktion

Top-Ausstellungen 2017: Käthe Kollwitz in Güstrow, Schwerin erinnert an Erfinder des Waldboden-Stilllebens

Kunstliebhaber dürfen sich 2017 auf spannende Ausstellungen in Mecklenburg-Vorpommern freuen. Gleich mehrere beleuchten die verschiedenen Aspekte der Reformation, deren 500. Jubiläum in diesem Jahr gefeiert wird.

„LUTHERS NORDEN“
14. Mai bis 3. September, Pommersches Landesmuseum Greifswald. Auch wenn Luther selbst nie im Norden weilte, entwickelten seine Ideen dort eine besondere Dynamik. Rings um die Ostsee entstand das größte lutherisch geschlossene Gebiet Europas.Die Ausstellung zeigt Wege, Personen und entscheidende Stationen der Ausbreitung des neuen Glaubens: in Dänemark, Schleswig-Holstein, Mecklenburg und Pommern. Zu den wichtigsten Exponaten gehören ein Lutherbrief und der berühmte Croy-Teppich.

„CRANACHS LUTHER!“
20. Mai bis 24. September, Schloss Güstrow. Präsentiert werden Werke der Malerfamilie Cranach aus den Beständen des Staatlichen Museums Schwerin. Im Zentrum der Schau stehen 13 Gemälde von Lucas Cranach dem Älteren und dem Jüngeren, die einen Querschnitt durch das Schaffen der Maler ermöglichen.

„AUF DER SUCHE NACH DER ,NEUEN FORM‘“
Mai bis Juli, Ernst-Barlach-Stiftung Güstrow. Grafiken, Zeichnungen und Plastiken von Käthe Kollwitz (1867-1945) werden anlässlich ihres 150. Geburtstags im kommenden Jahr im Ausstellungsforum am Heidberg versammelt. Kollwitz war mit Ernst Barlach (1870-1938) befreundet. Sein „Schwebender“ im Güstrower Dom trägt die Gesichtszüge der Künstlerin.

„WOLFGANG MATTHEUER – BILDER ALS BOTSCHAFT“
2. Juli bis 17. September, Kunsthalle Rostock. Anlässlich des 90. Geburtstags von Wolfgang Mattheuer (1927-2004) zeigt die Kunsthalle Rostock eine mehr als 90 Gemälde umfassende Retrospektive. Ein Schwerpunkt der Ausstellung sind die wichtigsten sinnbildhaften, oft großformatigen Gemälde, die seit 1965 entstanden sind. Daneben werde ein repräsentativer Querschnitt von Mattheuers Landschaftsgemälden gezeigt.

„NETZWERK KUNST“
7. Juli bis 15. Oktober, Staatliches Museum Schwerin. Der Amsterdamer Maler Otto Marseus van Schrieck (1619-1678) gilt als der Erfinder des Waldboden-Stilllebens. Schlangen, Schmetterlinge und Käfer tummeln sich unterhaltsam auf seinen Bildern. Sie entstanden vor dem Hintergrund zoologischer und botanischer Wissbegier. Akribische Studien nach lebenden und präparierten Tieren und Pflanzen bereiteten die Werke vor. Dafür soll der Maler sogar selbst Reptilien gezüchtet haben. Auch reiste er nach England, Frankreich und Italien und traf bedeutende Gelehrte. Die Ausstellung zeigt neben Gemälden und Zeichnungen auch wissenschaftliche Instrumente. Leihgaben werden u.a. aus Frankreich, Italien, den Niederlanden und der Schweiz nach Schwerin geholt.

„DAS NETZ DES NEUEN GLAUBENS“
7. Juli bis 5. November, Kulturhistorisches Museum Rostock. Im Mittelpunkt der Schau steht der erste evangelische Prediger in Rostock, Joachim Slüter. Er machte die Hansestadt nicht nur zum geistigen Zentrum der Reformation in Mecklenburg, sondern schon in den 1520er-Jahren zu einem außerordentlichen Multiplikator des Gedankengutes. Er gab bereits 1525 ein evangelisches Gesangbuch und 1526 ein evangelisches Gebetbüchlein heraus, die beide in niederdeutscher Sprache die ältesten Zeugnisse ihrer Art überhaupt sind.

 

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