Rettungsschwimmer aus MV : Von jetzt auf gleich Europameister

Freude über den Doppelerfolg  in der kombinierten Rettungsübung: Christian Ertel (l.) und Danny Wieck.
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Freude über den Doppelerfolg in der kombinierten Rettungsübung: Christian Ertel (l.) und Danny Wieck.

Rettungsschwimmer aus MV gehören zu den Besten in Europa / Meisterschaften im Rettungssport laufen noch bis 7. August

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05. August 2015, 06:30 Uhr

Von Null auf Hundert geht es für die deutschen Athleten seit Montag bei den Europameisterschaften im Rettungssport – der Wettkampfvariante des Rettungsschwimmens. Schon am Ende des ersten Wettkampftages in Swansea (Wales) dürfen sich die Stralsunder Danny Wieck und Christian Ertel Europameister nennen.

Danny Wieck, der 24-jährige Fachangestellte für Bäderbetriebe, absolvierte die kombinierte Rettungsübung über 100 Meter – seine Lieblingsdisziplin – in nur 1:00,52 Minuten. Dabei schwamm er 50 Meter Freistil, wendete und tauchte direkt zu einer am Beckenboden liegenden Puppe, die in 17,5 Meter Entfernung vom Beckenrand lag. Diese holte er in einem Bereich von 5 Metern an die Wasseroberfläche und schleppte sie anschließend zum Ziel.

Auch sein Teamkollege Christian Ertel, 25 Jahre alt und Student im technischen Umweltschutz, kann sich freuen. Er wurde mit 1:01,03 Minuten Vizeeuropameister dieser Disziplin. „Danny war einfach stark, wir haben uns gegenseitig wirklich gepusht und ich bin am Ende sehr guter Zweiter geworden“, freute sich Ertel auch für seinen Teamkollegen.

Außerdem teilen die beiden sich mit Kai-Uwe Schirmer und Adrian Flügel die Goldmedaille in der 4x50 Meter Hindernisstaffel. Dabei schwimmen alle vier Rettungsschwimmer 50 Meter Freistil und untertauchen Hindernisse. Mit nur drei zehntel Sekunden Vorsprung vor Italien, dem stärksten Konkurrenten im Wettkampf, konnte sich die deutsche Herren-Staffel durchsetzen. „Zwei Titel gleich zum Auftakt des Turniers – so kann es gern weitergehen“, kommentierte Wieck das bisherige Abschneiden des Teams.

Die zwölf Athleten – je sechs Männer und Frauen – der Nationalmannschaft der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) hatten sich Ende Juni für die Wettkämpfe qualifiziert. Nach einem dreitägigen Vorbereitungslehrgang ging es nach Swansea, wo noch zwei Tage für optimales Training vor Ort vorgesehen waren.

Am Ende des ersten Wettkampftages stand das deutsche Team mit acht gesammelten Medaillen auf Platz 2 der Nationenwertung hinter Italien mit elf Medaillen. Ihre Erfolge setzten sie gestern fort und sicherten sich so zahlreiche Plätze in den Finalrunden. Die Hoffnung auf Medaillen waren groß.

Und wurden nicht enttäuscht: Nach dem Weltmeistertitel letztes Jahr holte sich Danny Wieck gestern auch den Europameistertitel im 50 Meter Retten einer Puppe – mit einer Zeit von 28,30 Sekunden. Auch Kai-Uwe Schirmer errang seinen zweiten Europameistertitel über 100 Meter Retten mit Flossen. Es sollten nicht die einzigen Medaillen des gestrigen Tages bleiben.

Noch bis zum 7. August laufen die Wettbewerbe. Heute dürfen sich die Rettungssportler nach Abschluss der Pool-Disziplinen eine kurze Auszeit gönnen, bevor ab morgen die Wettkämpfe im Freiwasser starten. „Ich freue mich jetzt schon riesig auf die bevorstehenden Fights mit den anderen Nationen“, so Danny Wieck auf Facebook.

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