Super-Sommer-Bilanz : Volle Strände und leere Museumskassen in MV

Das Staatliche Museum in Schwerin
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Das Staatliche Museum in Schwerin

Die Museen gelten als Regenschirm für den Tourismus. Während des Super-Sommers 2018 hätten sie gerne ein paar Gäste mehr gehabt.

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05. September 2018, 18:31 Uhr

Strand statt Kunst: Der heiße Sommer hat sich negativ auf die Besucherzahlen einiger Museen in Mecklenburg-Vorpommern ausgewirkt. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Im Ozeaneum und Meeresmuseum Stralsund wurden im Vergleich zum Vorjahr bislang weniger Besucher gezählt, wie die Marketing-Abteilung mitteilte. Zunächst hätten der lange Winter und die verschneiten Osterfeiertage vom Museumsbesuch abgehalten. Dann habe der ungewöhnlich lange und heiße Sommer für volle Strände gesorgt, aber für weniger Einnahmen in der Museumskasse, sagte Karin Hellmeier.

Auch die Besucherzahlen der Kunsthalle Rostock seien bis jetzt niedriger als 2017, teilte Cindy Höhne, Assistentin der Geschäftsleitung, mit. Dies könne aber auch an den Umbauarbeiten und der Baustelle vor der Kunsthalle liegen. Der Sommer, von dem alle geträumt hätten, habe die Menschen natürlich eher an den Strand gezogen als ins Museum. Das spürte auch das Kunstmuseum Ahrenshoop, wie die kaufmännische Leiterin Marion Schael sagte.

Manche suchten Abkühlung in Museen

Das Phantechnikum in Wismar zählte im Juli 6323 Besucher, berichtete Gloria Janas aus der Presse- und Öffentlichkeitsabteilung. Im Vorjahresmonat seien es hingegen 10 645 gewesen. Im August seien in diesem Jahr rund 1000 Besucher weniger ins Museum gekommen als im Vorjahr.

Durch die hohen Temperaturen war es auch in den landeseigenen Schlössern ruhiger als im vergangenen Sommer. Sie haben einen Besucherrückgang von insgesamt elf Prozent zu verzeichnen, wie Heidemarie Otto aus der Presseabteilung der Staatlichen Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen Mecklenburg-Vorpommern berichtete.

Den Besucherzahlen des Staatlichen Museums Schwerin habe der heiße Sommer nicht geschadet – im Gegenteil: Offensichtlich hätten die Gäste die Kühle im Museum gesucht, so dass es einen Besucheranstieg von 28 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gab. Das Kulturhistorische Museum Rostock hatte ebenfalls mehr Besucher als im Vorfahr, wie Steffen Stuth, Leiter des Museums, sagte. Lediglich das Archäologisches Freilichtmuseum Groß Raden meldete gleichbleibende Besucherzahlen.

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