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Volle Auftragsbücher auf der Neptun-Werft

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erstellt am 30.Dez.2011 | 07:19 Uhr

Rostock | Mit vollen Auftragsbüchern und einem neuen Zukunftstarifvertrag geht die Warnemünder Neptun-Werft in das kommende Jahr. So sollen zwei weitere Flusskreuzfahrtschiffe im März 2012 und 2013 an die Rostocker Reederei Arosa Flussschiff GmbH geliefert werden. Die Reederei Viking River Cruises hat weitere acht Flusskreuzer bestellt. Darüber hinaus erhielt die Werft vom Bundesbildungsministerium den Zuschlag für den Bau des Tiefseeforschungsschiffes "Sonne". Allein dieser Auftrag hat einen Wert von 124 Millionen Euro, für die Wartung fallen weitere elf Millionen Euro jährlich an. Der Bau soll im November beginnen und Werft-Chef Manfred Müller-Fahrenholz zufolge die eigenen Fähigkeiten unter Beweis stellen - 2015 und 2017 stehen Aufträge für zwei weitere Schiffe der deutschen Forschungsflotte an.

Flusskreuzfahrtschiffe bildeten schon im abgelaufenen Jahr einen Schwerpunkt der Arbeit auf der Werft. So wurden hier die "Arosa Brava" und die "Viking Prestige" gefertigt und ausgeliefert. Auch die Fähre "Schleswig-Holstein" konnte an die Wyker Dampfschiffs-Reederei übergeben werden. Bei ihrer Fertigung halfen auch die 70 Auszubildenden mit, mit denen die Werft den eigenen Fachkräftebedarf selbst decken will. Das soll helfen, im hart umkämpften Schiffbaumarkt zu bestehen. Zu diesem Ziel beitragen sollen auch die Investitionen in Produktionsanlagen und neue Arbeitsorganisationen im vergangenen Jahr. Außerdem profitieren die Warnemünder vom Ausbau des Laserzentrums und der Weiterentwicklung des "System Schlanken Schiffbaus".

Beides betreiben sie zusammen mit der Meyer-Werft in Papenburg. Mit ihr gemeinsam arbeiten sie auch im Bereich der Forschung und Entwicklung. Dabei geht es unter anderem darum, umweltschonendere Schiffe zu bauen. In Papenburg werden unter anderem auch die Neubauten für die Rostocker Reederei Aida Cruises zusammengeschweißt. So wurde beispielsweise Anfang März das Clubschiff "Aidasol" ausgeliefert. Im kommenden Jahr sorgen drei neue Kreuzfahrtschiffe und ein Gastanker auf der Papenburger Schwesterwerft für Arbeit.

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