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Nach VS-Skandal : Volkssolidarität schult Vorstände

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

svz.de von
erstellt am 26.Sep.2014 | 20:03 Uhr

Nach dem Skandal um verschwundene Millionen bei Immobilienfonds der Volkssolidarität will der Wohlfahrtsverband seine Kreisverbandsvorstände besser schulen. Auch wenn die Vorstände ehrenamtlich arbeiteten, müssten sie doch in der Lage sein, ihren Verantwortungsbereich und ihre Kompetenzen komplett zu überblicken, sagte Landesgeschäftsführerin Kerstin Liebich gestern bei der Landesdelegiertenversammlung in Kühlungsborn. Dazu gehöre die Fähigkeit, Bilanzen lesen zu können.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es 15 Kreisverbände der Volkssolidarität. Das Landgericht Rostock hatte am Donnerstag einen früheren Manager von zwei Pleitefonds der Volkssolidarität wegen gewerbsmäßigen Betrugs und Insolvenzverschleppung zu drei Jahren und acht Monaten Haft verurteilt. Der Richter hatte ausgeführt, dass es für den Verurteilten kaum eine Kontrolle gegeben habe. Der heute 64-Jährige konnte in einem „Umfeld kollektiver Nachlässigkeit und Verantwortungslosigkeit“ handeln, so der Richter. In den Fonds von Kreisverbänden waren zwischen Ende der 90er-Jahre und 2005 rund 9,5 Millionen Euro versickert.

Die Volkssolidarität habe die Lehre daraus gezogen, erklärte Liebich. Allerdings gebe es keine weiteren Immobilienfonds bei den Verbänden. Aus dem Urteil des Landgerichts ergäben sich zudem keine Verpflichtungen des Landesverbands gegenüber den Geschädigten.

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