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Mecklenburg-Vorpommern

21. November 2017 | 18:46 Uhr

Zoo Rostock : Vogelgrippe überstanden

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Rostocker Zoo wieder geöffnet / Die zweiten Proben aller 500 Vögel zeigen keine neuen Infektionen

von
erstellt am 19.Jan.2015 | 20:14 Uhr

Freude im Rostocker Zoo: Die Ergebnisse der zweiten Untersuchung aller gut 500 Vögel sind ausgewertet und es herrscht Gewissheit. Kein weiteres Tier hat sich mit dem hochansteckenden Vogelgrippe-Virus infiziert. Deshalb ist nun wieder der gesamte Tierpark geöffnet. Nur die Vogelbereiche – der Regenwald-Pavillon, die Stelzvogelwiese, die Seevogelvoliere und das Vogel- Reptilien-Haus – bleiben aufgrund von weiteren tierärztlichen Untersuchungen geschlossen. „Uns fällt nun ein richtiges Gebirge vom Herzen. Es war grauenhaft, jeden Morgen mit der Angst aufzuwachen, dass vielleicht noch mehr Tiere getötet werden müssen. Nun ist Aufatmen angesagt“, sagte Zoo-Direktor Udo Nagel gestern.

„Ich freue mich sehr, dass wir für den Zoo nun Klarheit haben. Zum Glück hat es eine Ausbreitung dieser hochgefährlichen Seuche auch aufgrund unserer Maßnahmen nicht gegeben“, unterstrich Agrarminister Till Backhaus (SPD). Die zuständigen Mitarbeiter haben unter Hochdruck gearbeitet und mehr als 1200 Proben gesammelt und ausgewertet. Dabei wurden nicht nur die Zoo-Tiere behandelt, sondern auch das Geflügel in den umliegenden Stallungen.

Zunächst war in der zweiten Januarwoche im Zoo ein Weißstorch an der Vogelgrippe gestorben. Insgesamt verlor der Zoo 60 Vögel, darunter alle Ibisse, Störche sowie alle Nacht- und Seidenreiher.

Die Untersuchungen ergaben, dass lediglich die Flamingos Antikörper gebildet hätten. Weiter unklar sei, wie sich das Virus im Zoo verbreitet habe. „Wir können viele Theorien aufstellen, es kann sein, dass infizierte Wildvögel mit den Zoo-Tieren Kontakt hatten oder sogar, dass ein Besucher den Erreger mitgebracht hat“, so der Minister weiter.

Darum bleiben die ausgelegten Desinfektionsmatten weiterhin an den Ein- und Ausgängen des Tierparks, und auch die Mitnahme von Hunden ist untersagt. Schließlich bestehe noch immer ein Restrisiko, dass der H5N8-Erreger auf Säugetiere überspringt.

„Mit den Matten wollen wir vor allem unsere Tiere schützen“, verdeutlichte Udo Nagel. Es gehe nun darum, Infektionsrisiken zu vermeiden. „Wir wollen nicht, dass sich weitere Tiere anstecken und der Bestand weiter schrumpft“, so Nagel.

Denn eine Behandlung gibt es bei der Geflügelpest, wie die Vogelgrippe auch genannt wird, nicht. „Sicherlich wurden Impfstoffe getestet, aber ob diese dann so wirken, wie wir das wollen, ist infrage zu stellen“, so Backhaus. Denn das Virus sei intelligent und anpassungsfähig.

Deshalb werden in 21 Tagen erneut Proben von allen 500 Vögeln genommen, um auszuschließen, dass sich weitere Tiere angesteckt haben.

Noch bis einschließlich 31. Januar kann der Zoo zum halben Eintrittspreis besucht werden.

 

 

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