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Landwirtschaft : Vogelgrippe bei Tribsees: 40000 Puten müssen gekeult werden

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In einer Putenmastanlage in Vorpommern ist der Geflügelpest-Erreger nachgewiesen worden.

svz.de von
erstellt am 27.Jan.2017 | 06:38 Uhr

In einem Mastbetrieb mit rund 40 000 Puten bei Tribsees (Vorpommern-Rügen) hat sich der Verdacht auf Geflügelpest mit dem hochansteckenden Virus H5N8 bestätigt. Das teilte der Landkreis Vorpommern-Rügen am Freitag mit. Nun würden alle Tiere getötet. Damit werde noch am Vormittag begonnen, das Ganze werde voraussichtlich zwei Tage dauern. Wie das Virus in den Bestand gelangt ist, sei unbekannt.

Die Umgebung des Stalles sei abgesperrt, der Verkehr auf der Kreisstraße werde umgeleitet, sagte ein Sprecher. In einem Umkreis von drei Kilometern werde laut amtlicher Verfügung ein Sperrgebiet eingerichtet. Alle Geflügelbestände in diesem Radius würden in den kommenden Tagen in Augenschein genommen. Zuvor waren in Mecklenburg-Vorpommern mehrere kleine Geflügelhaltungen sowie zahlreiche Wildvögel betroffen.„Erst vor wenigen Tagen habe ich meine Sorge über die Ereignisse in Schleswig-Holstein zum Ausdruck gebracht“, sagte Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD). Nun hat es auch in Mecklenburg-Vorpommern einen großen Putenmastbetrieb mit rund 40 000 Tieren getroffen. „Damit steht fest: Die Geflügelpest geht weiter.“ Für die Tierhalter im Land sei der aktuelle Fall erneut ein Signal, die Stallpflicht und die Hygienemaßnahmen ernst zu nehmen und weiterhin wachsam zu sein, betonte der Minister.

In Schleswig-Holstein war zuvor das Geflügelpestvirus H5N5 nachgewiesen worden. Das hoch agressive Virus wurde damit erstmals in Europa in einem Hausgeflügelbestand festgestellt. Eine Wildgans war etwa 30 Kilometer von dem betroffenen Putenzuchtbetrieb im Kreis Steinburg entfernt gefunden worden. Wie das Virus in die geschlossenen Anlagen des Betriebes kam, ist noch unklar.

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