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Rostock : Viertel Million Euro für Russland-Gipfel

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Trotz Handelsembargo: 600 Gäste heute in Rostock. Sigmar Gabriel wird erwartet

von
erstellt am 25.Mai.2016 | 05:00 Uhr

Es wird der größte Wirtschaftsgipfel in dieser Wahlperiode: der Russlandtag, zu dem Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) und die drei IHK im Lande für heute nach Rostock eingeladen haben. 600 Gäste wollen in die Hanse Messe kommen, darunter 100 aus Russland und vorwiegend aus dem Leningrader Gebiet. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) und Russlands Industrieminister Denis Manturow haben ihre Teilnahme zugesagt. 80 Journalisten sind akkreditiert. Die Staatskanzlei in Schwerin rechnet mit über 250 000 Euro Kosten, von denen zwei Drittel vom Land getragen werden.

Trotz Handelsembargos und politischer Krise zwischen EU und Russland setzt die Wirtschaft in MV weiter auf den russischen Markt. „Die aktuell schwierige Situation gegenseitiger Sanktionen kann nicht der Dauerzustand in den deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen sein“, sagte der Präsident der Vereinigung der Unternehmensverbände, Thomas Lambusch, gestern in Schwerin. „Ich habe bei keinem Thema so viel Zuspruch von Bürgern aus dem Land erhalten“, berichtet Ministerpräsident Sellering, der in den letzen Jahren mehrfach selbst ins Leningrader fuhr und mit Wirtschaftsminister Alexej Uljukajew eine gemeinsame Arbeitsgruppe vereinbarte.

Mehr als 100 Unternehmen aus MV unterhalten Außenhandelsbeziehungen mit Russland – vorwiegend aus den Branchen Ernährungswirtschaft, Maschinenbau sowie Gesundheitswirtschaft. Es sind aber auch Unternehmen aus dem Handel und Schiffbau in Russland aktiv, teilte die Staatskanzlei mit.

Das Holzzentrum in Wismar, die Gas-Anlandestation in Lubmin, ab heute ein neues Werk der Deutschen Großwälzlager GmbH russischer Investoren der Kirow-Gruppe aus St. Petersburg: Die Russen kommen nach MV und Firmen aus MV zieht es zu ihnen. „Das Land ist heute einer unserer wichtigsten Handelspartner. Es steht aktuell auf Platz vier. Und wir sehen gute Chancen, die wirtschaftlichen Beziehungen weiter auszubauen“, sagt Sellering. Der Weg dahin soll auch über den Russlandtag führen.
 

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