Landgericht Schwerin : Vier Jahre Haft wegen Drogen-Anbau

Hanf-Pflanzen einer Cannabis-Plantage.
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Hanf-Pflanzen einer Cannabis-Plantage.

Mann gibt vor Gericht illegalen Hanf-Anbau zu

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08. Februar 2018, 20:02 Uhr

Wegen unerlaubter Herstellung und Handels mit Drogen in nicht geringer Menge hat das Landgericht Schwerin einen 31 Jahre alten Mann aus Malliß  zu vier Jahren Haft verurteilt. Das Gericht ordnete zudem den Einzug von rund 43 000 Euro von dem arbeitslosen Mann an. In dieser Höhe sollen die Einnahmen aus den Drogengeschäften gelegen haben, die vermutlich schon 2014 begannen, 2017 aber deutlich ausgeweitet worden waren. Das Urteil ist nach Angaben eines Gerichtssprechers rechtskräftig, da beide Parteien noch im Gerichtssaal den Verzicht auf Rechtsmittel erklärten. Der Mann, der mehr als ein halbes Jahr in Untersuchungshaft saß, trat unmittelbar nach dem Richterspruch seine reguläre Haftstrafe an. Der illegale Hanf-Anbau war im Juli 2017 nach einem Feuerwehreinsatz im Haus des Angeklagten entdeckt worden. Bei Polizeikontrollen nach dem Schwelbrand waren nach Behördenangaben knapp 900 Cannabispflanzen in unterschiedlichem Reifegrad, zwei Kilogramm Marihuana sowie zahlreiche Messer sichergestellt worden.

Der Angeklagte hatte das Haus am Waldrand in Malliß 2014 gekauft und die Hälfte des Erdgeschosses für die Cannabis-Zucht genutzt. Da er arbeitslos und seine Ersparnisse fast aufgebraucht gewesen seien, habe er mit dem Marihuana seinen Lebensunterhalt bestreiten und auch den erheblichen Eigenbedarf an Drogen decken wollen.

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