Ernte in MV : Viele süße Äpfel erwartet

Die Apfelbauern in MV haben in diesem Jahr eine besonders gute Ernte zu erwarten.

Die Apfelbauern in MV haben in diesem Jahr eine besonders gute Ernte zu erwarten.

Nach der schlechten Apfelernte des vorigen Jahres wachsen in diesem Jahr viele und sehr süße Früchte heran.

svz.de von
05. August 2018, 21:00 Uhr

Die Apfelanbauer in Mecklenburg-Vorpommern erwarten in diesem Jahr eine frühe Ernte und sehr süße, säurearme Äpfel. Das Pflücken werde auf den Plantagen zehn bis zwölf Tage früher beginnen als im Durchschnitt, sagte der Obstanbauberater Rolf Hornig in Schwerin. Der Seestermüher Zitronenapfel als eine der frühesten Sorten werde voraussichtlich ab dem 22. August geerntet werden, danach folge die Sorte Elstar. Von der Menge her erwartet Hornig eine durchschnittliche Ernte von etwa 37 000 Tonnen. Im Vorjahr waren nur rund 20 000 Tonnen Äpfel gewachsen. Der Ertrag sei jetzt noch vom Fruchtwachstum abhängig.

Wenn die Bäume Regen bekämen, könnte der Ertrag höher ausfallen.„Regen würde jetzt auf jeden Fall noch helfen“, sagte Hornig. In Betrieben, die ihre Plantagen bewässern wie Boddinobst (Landkreis Ludwigslust-Parchim) oder der Obsthof Schönemeyer bei Gnoien (Landkreis Rostock) sähen die Bäume sehr gut aus. „Die Wasserversorgung ist zunehmend der Schlüsselfaktor für den Betriebserfolg“, erläuterte Hornig.

Das Wetter war im Frühjahr für Obstbäume sehr günstig: Es gab keine Spätfröste, die Blüte war gut, ebenso der Insektenflug. Demzufolge kam es zu einem reichen Fruchtansatz. Wegen der Trockenheit blieben die Äpfel dann recht klein, sie entwickeln aber einen sehr guten Geschmack, ist sich Hornig sicher. Auch die anderen Obstsorten enttäuschten dem Berater zufolge nicht.

Die Erdbeerernte fiel „kurz und heftig“ aus, die Sorten seien fast alle gleichzeitig reif gewesen. Süß- und Sauerkirschen bezeichnete er  in Menge und Qualität als hervorragend. Auch Schwarze Johannisbeeren seien gut gewachsen, allerdings verderbe den Anbauern die Konkurrenz aus Polen mit Niedrigpreisen von 13 Cent je Kilogramm das Geschäft. Bei Blaubeeren stelle die Menge nicht ganz zufrieden. Sonne und Hitze seien Stress für die Pflanzen. Dafür spielten in diesem Jahr Stare keine Rolle.

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