Landesverkehrswacht : Viele Kinder können nicht Radfahren

Die Landesverkehrswacht beklagt, dass immer weniger Kinder in Mecklenburg-Vorpommern sicher fahren können.
Die Landesverkehrswacht beklagt, dass immer weniger Kinder in Mecklenburg-Vorpommern sicher fahren können.

Landesverkehrswacht: Zu viele Grundschüler fahren unsicher Rad

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11. August 2015, 21:00 Uhr

In Mecklenburg-Vorpommern können immer weniger Kinder im Grundschulalter sicher Radfahren. „Vor 20 Jahren waren es in den dritten Klassen, wenn die Verkehrserziehung ansteht, noch Einzelfälle“, sagte die Geschäftsführerin der Landesverkehrswacht MV, Andrea Leirich, anlässlich der Übergabe neuer Ausbildungsräder in Neustrelitz. Jetzt seien es mitunter fünf bis sechs Schüler einer Klasse, die nicht sicher genug Radfahren könnten, um zusätzlich noch die komplexen Verkehrsregeln zu lernen.

2014 wurden bei Radfahrer-Unfällen im Nordosten 239 Kinder bis 14 Jahren verletzt, eines starb. Außerdem gebe es viel mehr Stürze, die gar nicht gemeldet werden.

„Etwa ab neun Jahren lernen Kinder im Nordosten an Schulen und etwa 30 Jugendverkehrsschulen die Verkehrsregeln, früher ist das nicht sinnvoll“, sagte Leirich. Die Ausstattung der Verkehrsgärten werde 2015 mit 13 000 Euro unterstützt. Das reiche laut Leirich aber längst nicht aus. „Wir bräuchten mindestens das Doppelte, um stabile neue Räder, Helme und Verkehrszeichen anzuschaffen.“ Zudem könne die Arbeit in vielen Verkehrsgärten oft nur über ehrenamtliche Kräfte abgesichert werden.  Von den 30 Jugendverkehrsgärten im Land könnten nach Angaben der Landesverkehrswacht in diesem Jahr nur 17 finanziell unterstützt werden. Dazu gehörten Rostock, Stralsund, Teterow (Landkreis Rostock), Parchim sowie Neustrelitz und Malchin an der Mecklenburgischen Seenplatte. Dabei bleibe nicht viel für den einzelnen Verkehrsgarten übrig. Neustrelitz erhielt dadurch zwei neue Übungsräder und zusätzliche Verkehrsschilder. In Schwerin gibt es außerdem eine mobile Jugendverkehrsschule.

Die Hauptverantwortung für sicheres Radfahren würde aber immer noch bei den Eltern liegen und beschränke sich nicht nur auf die Einhaltung der Helmpflicht, sagte Leirich. „Ich kann Eltern nur raten, fahren Sie mit den Kindern Rad, die Kinder müssen nicht überall mit dem Auto hinkutschiert werden.“

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