Kultur und Bildung in MV : Viele Fördergelder für außerschulische kulturelle Bildung in MV

In Bützow soll die Musikschule umziehen.

In Bützow soll die Musikschule umziehen.

Die Ausgrenzung von Kindern und Jugendlichen aus der Gesellschaft kann für sie Folgen bis weit ins Erwachsenenalter nach sich ziehen. Das Programm "Kultur macht stark MV" will vorbeugend eingreifen.

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09. Juni 2019, 14:58 Uhr

Die Förderung von benachteiligten Kindern und Jugendlichen ist ein wichtiger Schwerpunkt der Bildungspolitik in Deutschland und Mecklenburg-Vorpommern. Entsprechend hoch sind die Fördertöpfe, auf die außerschulische Bildungseinrichtungen bei entsprechender Eignung zugreifen können, sagte Christoph Martin Schmidt von der Servicestelle „Kultur macht stark MV“ in Rostock. Dabei gebe es kaum inhaltliche Begrenzungen: Geeignet seien Projekte aus dem gesamten Sozial-, Kultur- und Bildungsbereich. „Ziel ist es, allen Kindern gleichermaßen die Chance auf kulturelle Teilhabe zu ermöglichen.“

Grundlage sei das Programm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ des Bundesbildungsministeriums, mit dem seit 2013 lokale Bündnisse bei der Umsetzung von außerschulischen Projekten der kulturellen Bildung unterstützt werden. Das Programm läuft noch bis 2022.

Am besten ausgestattete Programm in Deutschland

Pro Bündnispartner, das seien meist gemeinnützige Vereine und Initiativen oder teilweise auch Kommunen - könnten zwischen 3000 und 80 000 Euro ausgeschüttet werden, berichtete Schmidt. „Es geht also nicht um ein paar Hundert Euro. Es geht um auskömmlich finanzierte Projekte.“ Es sei das am besten ausgestattete Programm in Deutschland für diesen Bereich.

Die Projekte müssten für 3- bis 18-jährige Kinder und Jugendliche ausgerichtet sein. Der besondere Vorteil sei, dass der meist teuerste Teil der Bildung - die Kosten für die hoch qualifizierten Fachkräfte - zu 100 Prozent gefördert werden. „Deshalb fließen 80 Prozent der abgerufenen Gelder in die Dozentenhonorare.“

Das Programm werde in Mecklenburg-Vorpommern schon gut angenommen. „Aber wir als Servicestelle sind dafür da, dass das Programm noch bekannter wird und die Gelder ins Land zu holen.“ Am kommenden Donnerstag informiert die Servicestelle in Rostock über Möglichkeiten der Förderung.

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