Jetzt handeln : Vielanker planen öffentlichen Protest

Heiko Bäuch (M.) hatte in Sachen Radwegbau an der L06 zur Einwohnerversammlung in den Gemeinderaum eingeladen. Foto: Mick
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Heiko Bäuch (M.) hatte in Sachen Radwegbau an der L06 zur Einwohnerversammlung in den Gemeinderaum eingeladen. Foto: Mick

Auf den Tischen im Gemeindehaus Vielank sind Zettel verteilt. „Aufruf zum Protest" ist darauf zu lesen. „Was muss noch geschehen???, Unfallstrecke L06!!!, Legt Steuergelder sinnvoll an!"

svz.de von
08. Juli 2012, 09:57 Uhr

Vielank | Auf den Tischen im Gemeindehaus Vielank sind Zettel verteilt. "Aufruf zum Protest" ist darauf zu lesen. "Was muss noch geschehen???, Unfallstrecke L06!!!, Legt Steuergelder sinnvoll an!, Stärkt die Region Griese Gegend, Tourismus und Kultur". Unterzeichnet sind diese Handzettel mit Wählergruppe "Regionaler Weg" Vielank und drücken das aus, was die Menschen in und um Vielank bewegt: Sie fühlen sich mit der Absage zum Radwegebau an der L06 von Politik und Behörden im Stich gelassen.

"Wenn wir den Radweg haben wollen, dann müssen wir jetzt handeln. Es ist 5 vor 12. Der Druck muss von unten kommen, von den Bürgern", war das Fazit der Bürgerversammlung am Freitagabend im Gemeinderaum Vielank. Zu dieser Zusammenkunft hatte der stellvertretende Bürgermeister Heiko Bäuch eingeladen, um von den Vielankern, den Alt Jabelern, den Einwohnern von Tewswoos, Woosmer und aus anderen Ortschaften zu erfahren, wie das weitere Vorgehen in Sachen Radweg an der L06 aussehen soll. Denn die Vielanker und ihre Nachbarn sind stinksauer: Aus dem Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung war auf Nachfrage der SVZ zu erfahren: Es wird keinen Radweg geben. Jedenfalls nicht von Jessenitz in Richtung Vielank, mehrfach hatte SVZ dieses Thema schon aufgegriffen.

Vor Jahren schon hatte sich Heiko Bäuch nach Absprache mit dem Straßenbauamt an die L 06 gestellt und die Fahrzeuge gezählt. "Wir sind damals auf knapp 1000 Fahrzeuge am Tag gekommen", sagt er. "Da werden es doch wohl heute mehr sein." Heiko Bäuch und die betroffenen Bürger geben sich kämpferisch. "Das werden wir uns nicht gefallen lassen", so der stellvertretende Bürgermeister vor den rund 40 Einwohnern, die zu dieser Veranstaltung gekommen waren. Am Tag zuvor gab es solch eine Bürgerzusammenkunft auch in Jessenitz, dort hatten sich rund 60 Leute eingefunden, um ihrem Unmut Luft zu machen und nach Möglichkeiten zu suchen, ihren Protest in der Öffentlichkeit so wirksam zu gestalten, dass er bei den verantwortlichen Landespolitikern und zuständigen Stellen von Ministerium bis Straßenbauamt auch Eindruck hinterlässt.

Hans-Joachim Hacker, Till Backhaus, Maika Friemann-Jennert, Volker Schlotmann hatten sich in dieser Sache geäußert, Versprechungen gemacht. Die Menschen in der Griesen Gegend fühlen sich schlichtweg belogen und betrogen, so Heiko Bäuch. Sie wollen sich nicht mehr hinhalten lassen, sie werden sich gegen die Absage aus dem Ministerium wehren.

"Wir wollen das NDR-Fernsehen dabei haben, wenn wir unserem Protest mit Plakaten und Transparenten Ausdruck geben. Wir wollen kritisch in die Kamera sprechen, und wir wollen schon den Eindruck erwecken, dass wir eine ganze Region vertreten und so dafür sorgen, dass das Land aktiv wird und dem Radweg zustimmt", so Heiko Bäuch.

Einen genauen Termin wollte der stellvertretende Bürgermeister nicht nennen, bat aber alle, die sich in der Sache weiter und energisch engagieren wollen, am morgigen Dienstag um 19 Uhr wieder in den Gemeinderaum zu kommen, um in die Detailplanung der kommenden Protestveranstaltung einzutreten. "Im September soll es bei uns im Vielanker Brauhaus zudem einen Runden Tisch mit den Kreis- und Landespolitikern geben. In den nächsten zwei bis drei Wochen gegen die Schreiben raus."


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