Ratskeller Waren : Video: Aus der Asche zurück zu neuem Glanz

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Foto: Susan Ebel

Zehn Jahre nach dem verheerendem Brand in der Altstadt von Waren: Gastwirt Wolfgang Kerber erinnert sich.

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22. Dezember 2017, 16:00 Uhr

Auch nach zehn Jahren zittert seine Stimme noch, wenn er über jene Nacht vom 27. zum 28. Dezember 2007 erzählt: Damals schlugen mitten in der Nacht meterhoch Flammen aus seinem „Ratskeller“ in der Warener Innenstadt. Für den rührigen Gastwirt Wolfgang Kerber ein einschneidendes Erlebnis, das er nie vergessen wird.



Es war einer der größten Brände, den Waren seit der Wende erlebt hat. Aber es hätte noch viel schlimmer kommen können. „Der ‚Ratskeller’ steht ja Wand an Wand mit anderen Gebäuden, unter anderem mit dem Rathaus. Nur das umsichtige Handeln der Feuerwehrleute, die aus der gesamten Region kamen, hat eine Feuersbrunst in der Altstadt mit ihren vielen Fachwerkhäusern verhindert“, ist sich Wolfgang Kerber sicher.

Der heute 63-Jährige feierte in der Nacht zum 28. Dezember 2007 gerade den Geburtstag eines Mitarbeiters in einem anderen Restaurant, als ihn die Nachricht vom Brand im „Ratskeller“ erreichte. So richtig glauben wollte er dem ersten Anrufer seinerzeit nicht. Doch als er gemeinsam mit seiner Frau Gudrun in die Innenstadt eilte, wurde das Unfassbare zur Gewissheit: Seine Gaststätte, die er 1992 übernommen und nach und nach saniert hat, steht in Flammen.
„Das Ganze sehe ich auch heute noch wie in einem Film. Es war alles so unrealistisch, das konnte doch nicht wahr sein“, erinnert sich der beliebte Gastwirt, der viele Jahre brauchte, um diesen Schock zu verarbeiten.
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So lange hat es zum Glück nicht gedauert, bis für ihn und seine Familie feststand: „Wir bauen den ‚Ratskeller’ wieder auf. Ermutigt durch Freunde und ganz viele Warener planten Wolfgang und Gudrun Kerber ihr neues Restaurant und machten es wieder zu dem, was er viele Jahrzehnte war: Ein Treffpunkt und ein Ort zum Wohlfühlen für Einheimische und Urlauber.

Bereut haben sie ihren Schritt nie, wohl sie mit dem Neuaufbau ein erhebliches finanzielles Risiko eingegangen sind. „Der Zuspruch der Gäste bestätigt uns jeden Tag. Das ist für uns das wichtigste“, sagt Wolfgang Kerber, der den ‚Ratskeller’ einmal an seinen Sohn Fabian übergeben wird.

Nur in einer Sache bleibt Familie Kerber weiterhin sehr skeptisch: Eiswürfelmaschinen trauen sie nicht mehr über den Weg. Denn eine solche war der Grund für den verheerenden Brand in der Nacht zum 28. Dezember 2007 in Warens historischer Altstadt.

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