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Neubrandenburg : Versuchte Vergewaltigung: Gentest soll Täter überführen

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Im Oktober wird in Neubrandenburg eine 35 Jahre alte Frau überfallen. Der Täter versucht, sie zu vergewaltigen, doch sie wehrt sich aufs Heftigste, beißt den Angreifer. Nun soll ein Massengentest helfen, den Täter zu finden.

svz.de von
erstellt am 01.Feb.2017 | 15:45 Uhr

In Neubrandenburg hat die Polizei einen großen Gentest wegen einer versuchten Vergewaltigung gestartet. Zum ersten größeren Termin kamen am Mittwoch 50 Männer, die freiwillig  Speichelproben abgaben. „Wir sind mit der Beteiligung zufrieden“, sagte Polizeisprecherin Nicole Buchfink. Sieben Männer hätten schon vorher Speichelproben abgegeben. Die Ergebnisse sollen Ermittler auf die Spur des Sexualstraftäters führen.

Der Mann soll die 35 Jahre alte Frau im Oktober an einem Sonntagmorgen in Neubrandenburg überfallen haben. Er habe sich der Frau von hinten mit einem Rad genähert und sie in ein Gebüsch gezerrt. Dort habe er sie sexuell missbrauchen wollen. Die Frau konnte den Angriff abwehren, auch durch Bisse, wie sie der Polizei schilderte.

Der Täter wurde als etwa 1,75 Meter groß und kräftig beschrieben. Er soll etwa 20 bis 40 Jahre alt sein, nach Angaben des Opfers gebrochen Deutsch sprechen und südländisch aussehen.

Trotz intensiver Ermittlungen wurden weder das Fahrrad noch ein Verdächtiger gefunden. Wegen der konkreten Beschreibung der Frau werde ein Mann mit „einem bestimmten Phänotypus“ gesucht, wie die Polizei mitteilte. So wurden 469 Zuwanderer aus zehn Ländern eingeladen, Proben abzugeben. Die Männer kommen aus fünf nordafrikanischen Ländern sowie aus Afghanistan, Iran, Irak, Syrien und der Türkei.

In Neubrandenburg leben inzwischen rund 3800 ausländische Bürger, darunter viele Zuwanderer, die in den vergangenen zwei Jahren kamen. Die Stadt mit knapp 65 000 Einwohnern sieht den Zuzug auch als Chance.

Die Gentests werden in den nächsten Tagen fortgesetzt, sagte Buchfink. Versuchte Vergewaltigung sei eine schwere Straftat und man müsse weitere Überfälle vermeiden. Nur die Gegenwehr der Frau habe Schlimmeres verhindert.

Die Teilnahme an der Untersuchung sei freiwillig. Mit einem Ergebnis werde erst in mehreren Monaten gerechnet.

 

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