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Verplant: Kirche versenkt in Schwerin 1,3 Millionen Euro

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erstellt am 07.Mär.2012 | 09:12 Uhr

Schwerin | Bei der neuen Nordkirche geht offenbar die Post ab: Nachdem die Verwaltung das ehemalige Post- und Fernmeldezentrum in bester Schweriner Lage als neues Domizil erworben hat, stellt sich nun heraus, dass das Gebäude zu klein ist. Vorerst muss die Ex-Post im Zentrum der Landeshauptstadt weitgehend ungenutzt bleiben. Kostenpunkt: Rund 1,3 Millionen Euro für den Kauf und seinerzeit geplante Umbaumaßnahmen, bestätigt Christian Meyer,

Pressesprecher der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs, die sich zu Pfingsten endgültig mit der Pommerschen Evangelischen Kirche und der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche zusammenschließen will.

Laut Meyer sei nicht absehbar gewesen, dass das Gebäude schlicht zu klein ist: "Die Planungen für die Fusion waren ja alle noch bis Januar im Schwange." Immerhin könne man derzeit aber auf einige Einnahmen bauen - die Pachteinnahmen für die Gaststätte in der Post. Über mögliche Nutzungen konnte Meyer noch nichts Konkretes sagen: "Wir gucken erst mal. Es gibt da einige Überlegungen, die aber noch nicht spruchreif sind." Der Pressesprecher nannte eine Nutzung als Archiv denkbar. Gekauft worden sei das Gebäude auch auf Grund seiner Nähe zum Dom.

Konkret war geplant, dass die Verwaltung des ebenfalls neuen Kirchenkreises Mecklenburg dort untergebracht wird. Aufgrund der Fusion entstehen innerhalb der Nordkirche fünf Kirchenkreise, erläuterte der Sprecher. Für den mecklenburgischen habe man eine zentrale Verwaltung in Schwerin gesucht - die Ex-Post. Außerdem soll es Außenstellen in Neubrandenburg und Güstrow geben. Nach der Fehlberechnung zieht die mecklenburgische Kirchenkreisverwaltung nun in die Wismarsche Straße in Schwerin - zur Miete. Rund 70 Mitarbeiter aus den bisherigen Kirchenkreisverwaltungen in Wismar und Parchim sowie Beschäftigte des jetzigen Oberkirchenrates werden in der neuen Verwaltung tätig sein. Aus dem bisherigen Sitz des Landesbischofs in der Münzstraße wird der des künftigen Bischofs der Nordkirche, der 2013 gewählt werden soll. Wie berichtet, hatte man sich in den Fusionsverhandlungen geeinigt, die Zentralverwaltung im Westen - in Kiel - und den Bischofssitz im Osten - in Schwerin anzusiedeln. Das Gebäude in der Münzstraße bringe die Mecklenburgische Kirche nun gewissermaßen als "Mitgift" in die Ehe ein, so der Sprecher.

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