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23. Kunstschau des Künstlerbundes MV in Mestlin : Vernetzt in der Region und der Welt

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Die 23. Kunstschau des Künstlerbundes MV steht unter dem Motto "Analog und digital - Kunst und Vernetzung". Vom 23. Juni bis 28. Juli zeigen 40 Künstler im Kulturhaus Mestlin ganz unterschiedliche Werke zum Thema.

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erstellt am 12.Jun.2013 | 10:35 Uhr

Mestlin | Die 23. Kunstschau des Künstlerbundes Mecklenburg-Vorpommern steht unter dem Motto "Analog und digital - Kunst und Vernetzung". Vom 23. Juni bis 28. Juli zeigen 40 Künstler des Landes mit ihren internationalen Partnern im Kulturhaus Mestlin (bei Sternberg) ganz unterschiedliche Werke zum Thema. Einige Arbeiten entstehen direkt vor Ort oder werden hier gemeinsam mit dem Publikum komplettiert.

Es wird eine vielfältige Kunstschau werden, betont die Kuratorin Antje Schunke. "Gezeigt werden Malerei und Grafik, Fotografie, Skulpturen und Installationen. Entsprechend dem Thema wird die Kunst in ihrer Vernetzung in der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft vorgestellt. Ein weiterer Schwerpunkt ist die digitale Welt und das Internet. Außerdem wird der Ort Mestlin Inspirationsquelle sein. Jedem Künstler ist es möglich, einen oder auch mehrere Partner in seine Arbeit einzubinden. So werden auch Künstler aus China, Kanada, Frankreich, Polen oder der Schweiz mitwirken."

Das Kulturhaus von Mestlin ist ein besonderer Ort. Entstanden 1957 im einstigen sozialistischen Musterdorf als überdimensionierter Vorzeigebau, war es viele Jahre Schauplatz für Kunstausstellungen und Kulturveranstaltungen in der DDR. Nach der Wende führte es eher ein Schattendasein. Das Dorf, in dem einstmals 1800 Einwohner lebten, verblühte ebenso. Nur 800 Menschen leben heute noch hier.

Ein gemeinnütziger Verein bemüht sich seit einigen Jahren, das Haus zu renovieren und mit neuem Leben zu erfüllen. "Wir werden rund um die Kunstschau ein breites Veranstaltungsangebot haben", erklärt Antje Schunke. "Auch der Vorplatz, die Dorfkirche und größere Flächen im Umfeld werden einbezogen." Die Künstler haben auf ganz unterschiedliche Weise das Thema ausgelegt. Kunst wird im Computer verortet, handgemalte Bilder werden digitalisiert, das Internet wird zur virtuellen Plattform, um einen Blick hinaus in fremde Kunstwelten zu wagen.

Grafik und digital-algorhythmische Bilder stellen Jürgen Goldberg und sein Sohn Roy E. Goldberg aus Brüel vor. Die Internetaktion "Mauern überWINDen" plant Daniela Melzig aus Augzin mit Künstlern aus Dänemark, Frankreich, Italien und den USA. Der Schweriner Fotograf Walter Hinghaus hat das Wort Partner frei interpretiert. Er hat die Kameras, die sein Berufsleben begleitet haben, fotografiert und die Bildcollage "Veteranen" genannt.

Vom Schauplatz der Landeskunstschau ließen sich einige Künstler inspirieren. Lars Lehmann aus Güstrow und Therese Heller aus Altenburg haben Bilder mit Motiven aus Mestlin geschaffen, der Stil erinnert an die realsozialistische Malerei. Den stillen Verfremdungseffekt wird der Betrachter schnell entdecken.

Im ehemaligen Standesamt des Kulturhauses planen Takwe Kanders aus Rothen und Bernard Misgajski von der Insel Rügen die Installation "Lebenslänglich - In guten wie in schlechten Zeiten". Das nur in Teilen erhaltene Wandbild von Vera Kopetz mit dem Titel "Früchte Mecklenburgs" (1958 für das Foyer geschaffen) war für Katrin Lau aus Baumgarten und für Rolf Wicker aus Lelkendorf Inspirationsquelle. Sie stellen eigene Malerei zum Thema vor.

Die Idee von der ökologischen Landwirtschaft spielt in der Arbeit von Sabine und Christian Egelhaaf eine Rolle. Sie zeigen Mestlin als modernes Musterdorf.

So soll Kunst zum Experimentierfeld werden, Grenzüberschreitungen in der künstlerischen Arbeit werden zu originellen Ergebnissen führen. Vernetzt in der Region und inspiriert von der Welt, wird die Landeskunstschau einen aufschlussreichen Einblick in die Gedanken- und Schaffenswelt hiesiger Künstler geben.

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