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Schon 17 Tote bei Unfällen in diesem Sommer : Vermisster 16-Jähriger tot im Badesee gefunden

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Die Zahl der Toten bei Boots- und Badeunfällen in diesem Sommer hat sich in Mecklenburg-Vorpommern auf 17 erhöht. Im Tollensesee bei Neubrandenburg barg die Polizei gestern die Leiche eines 16-Jährigen.

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erstellt am 12.Aug.2013 | 06:48 Uhr

Neubrandenburg | Die Zahl der Toten bei Boots- und Badeunfällen in diesem Sommer hat sich in Mecklenburg-Vorpommern auf 17 erhöht. Im Tollensesee bei Neubrandenburg barg die Polizei gestern die Leiche eines 16-Jährigen, der seit Freitagabend vermisst worden war. Wie die Polizei mitteilte, hatten Spaziergänger den leblosen Körper im Wasser treibend unweit vom Augustabad entdeckt und die Suchkräfte alarmiert.

Der 16-Jährige war am Freitag mit Freunden schwimmen gegangen. Abends vermissten ihn seine Freunde und fanden nur seine am Ufer liegenden Sachen. Das ganze Wochenende über sowie am Montagvormittag hatten Einsatzkräfte mit Booten und einem Hubschrauber sowie Taucher nach dem Jungen gesucht. Die genaue Todesursache sei noch unklar.

Die Wasserschutzpolizei rechnete außerdem mit einem weiteren Todesfall. Beamte suchten bis Montag noch immer nach einem 72-Jährigen, der am Samstagmorgen beim Baden in der Ostsee nahe Zempin auf der Insel Usedom (Landkreis Vorpommern-Greifswald) verschwand. Die Sachen des Rentners waren am Strand gefunden worden.

Unterdessen laufen die Ermittlungen der Polizei zu zwei weiteren Unfällen in Nordwestmecklenburg auf Hochtouren. "Wir haben ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Schwerin. So würden die Leichen der beiden Männer obduziert, die auf dem Großen Steeder See bei Warin (Kreis Nordwestmecklenburg) tödlich verunglückt waren. Der dritte Angler in dem Boot, ein 28-Jähriger aus der Region, hatte sich in der Nacht zu Sonntag schwimmend retten können.

Laut Staatsanwaltschaft soll das Anglertrio eingeschlafen sein, bis plötzlich das Ruderboot kenterte und die Männer samt Bekleidung ins Wasser fielen. Der Überlebende habe einen Alkoholtest absolviert, der 0,0 Promille angezeigt habe. Die Unfallopfer waren 50 und 27 Jahre alt. Ergebnisse werde es frühestens am Dienstag geben.

Unklar war laut Polizei zunächst auch weiter die Ursache eines Unfalls, bei dem ein 58-Jähriger im Groß Labenzer See im Landkreis Nordwestmecklenburg ums Leben kam. Auch in diesem Fall wurde eine Obduktion angeordnet.

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