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Nach Internet-Flirt : Vermisste in Bayern aufgetaucht

vom
Aus der Onlineredaktion

Aktuell werden 250 Menschen in MV gesucht

svz.de von
erstellt am 13.Sep.2017 | 21:00 Uhr

Ein glückliches Ende im Vermisstenfall einer 14-jährigen Schülerin. „In der vergangenen Nacht wurde Stella in Südbayern angetroffen und dort von der Polizei in Obhut genommen“, teilte gestern Gert Frahm von der Polizeiinspektion Güstrow mit. Das Mädchen aus der Nähe von Güstrow sei bei einem Bekannten im Landkreis Traunstein gewesen und wohlauf, hieß es. Die besorgten Eltern hatten am Sonntagabend ihre Tochter bei der Polizei als vermisst gemeldet, nachdem das Mädchen am Vortag in einen Zug nach Güstrow gestiegen war, angeblich um eine Freundin zu besuchen. Dort war sie am Sonntag allerdings nicht. Mitschüler hatten berichtet, dass sich die 14-Jährige über Internet wohl in Osnabrück, Dortmund oder Düsseldorf verabredet habe. Danach wurde bundesweit nach der Minderjährigen gesucht.

In Mecklenburg-Vorpommern sind aktuell 250 Menschen als vermisst gemeldet, teilte das Landeskriminalamt (LKA) auf Anfrage unserer Redaktion mit. „Davon stammen 80 Anzeigen aus diesem Jahr“, sagte LKA-Sprecherin Anne Hermann. Von den 80 Vermissten sind 67 Kinder und Jugendliche im Alter unter 18 Jahren. Unter ihnen befinden sich 42 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die zumeist in Deutschland auf der Suche nach Eltern, Verwandten und Bekannten sind.

Die Gründe für das plötzliche Verschwinden sind ganz unterschiedlich: Abenteuerlust, Streit mit Eltern oder Ehepartnern, Geldschulden sowie Ärger in der Schule oder in der Firma. Mädchen im Alter zwischen 12 und 16 Jahren gehören zu den häufigsten Ausreißern.

Die Hälfte der Fälle klärt sich laut BKA wie der von Stella innerhalb der ersten Woche auf, nach einem Monat sind 80 Prozent gelöst. Nur etwa drei Prozent der Vermissten sind nach einem Jahr noch verschwunden.

Von Anita Richter aus Raben Steinfeld bei Schwerin fehlt seit 18 Jahren jede Spur. Die damals 17-Jährige stieg am 11. Juni 1999 in einen Bus nach Schwerin. Ob sie damals in Schwerin ankam, ist unbekannt. Sie gilt seit dem Tag als vermisst.

Jan Erstling aus Ueckermünde ist seit dem 15. Dezember 2000 verschwunden. Der damals 16-Jährige arbeitete in der Küche der „Pommernmühle“ in seiner Heimatstadt. Um 18 Uhr machte er sich mit dem Fahrrad vom Hotel aus auf den Heimweg. Er kam nie zu Hause an.

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