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Auswirkungen der Vogelgrippe : Vermarkter bestimmt Ei-Preis

vom
Aus der Onlineredaktion

Erzeuger müssen mit Einbußen leben

svz.de von
erstellt am 24.Feb.2017 | 21:00 Uhr

Obwohl seit dreieinhalb Monaten alle Eier in MV wegen der Vogelgrippe aus Ställen kommen müssen, sind nicht alle Eier im Preis gleich. Die Betreiber von Freiland-Betrieben, die bei Handelsketten wie Rewe und Edeka gelistet sind, erhalten weiter den höheren Freilandpreis, wie die Handelsriesen vor wenigen Tagen mitgeteilt hatten. Die Erzeuger, die ihre Eier über regionale Vermarkter an den Kunden bringen, müssen dagegen mit Einbußen leben. Sie bekommen nur den um etwa ein Drittel niedrigeren Preis für Bodeneier. Auf Rügen vermarktet der Poseritzer Eierhof Hühnereier von vier Farmen auf der Insel, sieben Millionen Stück im Jahr, wie Unternehmer Torsten Möller gestern sagte. Er treffe die Preisabsprachen mit den Märkten direkt und könne derzeit die Eier von Freilandfarmen nur als Bodeneier verkaufen.

Den Erzeugern könne er nur den niedrigeren Preis dafür bezahlen, sonst würde er zusetzen, sagte Möller. Die Preise für Bodeneier seien im Keller. Über konkrete Preise wollte er nicht sprechen. Für den Präsidenten des Zentralverbandes Deutsche Geflügelwirtschaft, Friedrich Otto Ripke, ist es wichtig, dass die Eier durch den Stempel richtig deklariert sind, mit der 2 für Bodenhaltung statt der 1 für Freiland an erster Stelle. Dass die Umverpackung die bleibt, die der Verbraucher kennt, halte er für richtig.

Ripke hofft auf ein baldiges Ende des Seuchenzuges mit dem herannahenden Frühling. Das Vorgehen einiger Bundesländer zur Lockerung der Stallpflicht kann er nicht nachvollziehen. Die Größe eines Betriebes sei kein Kriterium, das sei fachlich nicht zu begründen. In jedem Tier vermehre sich das Virus gleichermaßen.

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