RE 2 von Wismar nach Cottbus : Neuer Ärger beim Bummel-Express in Sicht

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20. Februar 2014, 20:55 Uhr

Bahnpendler aus der Prignitz und aus Süd-Mecklenburg werden sich im kommenden Jahr erneut auf Unannehmlichkeiten einstellen müssen. Wegen Bauarbeiten auf der Berliner Stadtbahn wird der Regionalexpress 2 die Berliner Innenstadt dann weiträumig umfahren: Statt an den Bahnhöfen Ostbahnhof, Alexanderplatz, Friedrichstraße, Hauptbahnhof und Zoo werden die zwischen Wismar und Cottbus verkehrenden Züge im Spätsommer 2015 für mehrere Monate über Lichtenberg, Gesundbrunnen und Jungfernheide umgeleitet werden. Das kündigte ODEG-Chef Arnulf Schuchmann am Donnerstag im Verkehrsausschuss des Potsdamer Landtags an.

Im Ausschuss debattierten die Abgeordneten über die kürzlich vorgelegte Studie der IHK Cottbus zur Pünktlichkeit der Züge. Mit der „schönstgerechneten Quote, die ich mir vorstellen kann“ habe man im Januar eine Pünktlichkeit von 78 Prozent erreicht, sagte Schuchmann. Demnach sei einer von vier Zügen mehr als sechs Minuten verspätet unterwegs gewesen. „Wir sind noch immer weit vom Normalzustand entfernt“, sagte Dieter Döge, Vorsitzender des Fahrgastverbands „Pro Bahn“ Berlin-Brandenburg. Hans Leister, Bereichsleiter für das Qualitätsmanagement beim Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB), verwies darauf, dass mit dem Wechsel zum Jahresfahrplan 2015 der Knotenpunkt Bad Kleinen, in dem die dort verkehrenden Linien aufeinander warten, durch einen Knoten in Wittenberge ersetzt werden soll. Dadurch werde es mehr Zeitreserven geben.

Sowohl die Cottbuser Abgeordnete Kerstin Kircheis (SPD) als auch der CDU-Verkehrsexperte Rainer Genilke sprachen sich im Ausschuss für den Bau einer zusätzlichen Ausweichstelle im eingleisigen Streckenabschnitt zwischen Vetschau und Cottbus aus, um Verspätungen zu minimieren.


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