Mittelalterspektakel : Verhandlungssache Mittelalter

Deimos, der Falkenflüsterer wird im kommenden Jahr beim Mittelalterspaß in Plau am See dabei sein.
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Deimos, der Falkenflüsterer wird im kommenden Jahr beim Mittelalterspaß in Plau am See dabei sein.

Organisatoren des Mittelalterspektakels in Plau am See stecken mitten in den Vorbereitung für die Neuauflage 2015

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18. November 2014, 20:45 Uhr

Wenn Olaf und Ulrike Schulz ihre „Arbeitskluften“ überstreifen, gibt er den Vagabunden, sie die Marketenderin. Und dann schreiben wir auch nicht das Jahr 2014. Dann taucht um die Beiden herum alles ein ins Mittelalter. Ob in Hildesheim, Burgdorf, Hannover oder – seit letztem Sommer auch in Plau am See. Ende Juli feierte hier im Luftkurort der Mittelalterspaß Premiere. Organisiert von Schulz & Schulz, die sich seit 14 Jahren ihre Brötchen mit mittelalterlichen Events verdienen.

„Die Premiere in Plau ist wirklich super gelaufen“, mag Olaf Schulz vier Monate nach dem Festwochenende die Schwärmerei immer noch nicht lassen. „Inzwischen ist alles gesackt, wir haben uns orientiert und eines ist schon mal klar: 2015 werden wir noch einen draufsetzen.“ Wir treffen Olaf Schulz daheim in Plau, wohin es den Wahlniedersachsen vor gut einem Jahr samt besserer Hälfte getrieben hatte. Nicht zuletzt wegen der Burg, Plaus traumhafter Lage am See und der Schulz’schen Wurzeln im Osten. Statt Kostüm trägt er jetzt Sweatshirt und Jeans, die Mittelalterkulisse ersetzen Computer, Demo-Tapes und Telefon.

Ja, die Jahre der Schulzens teilen sich in Mittelalter und Gegenwart. Und jetzt schreiben wir schon fast Ende 2014, „und damit wird es für uns Zeit, unsere Veranstaltungen in Sack und Tüten zu bekommen“, sagt der Eventmanager. 14 Jahre in der Szene haben natürlich Spuren hinterlassen. Jetzt lässt er seinen Kontakte spielen. Und darum steht der Plauer Mittelalterspaß 2015 – geplant vom 24. bis 26. Juli – zu weiten Teilen auch schon. „Wir werden das Programm ein bisschen ändern“, sagt Olaf Schulz und verrät ein paar der zu erwartenden Highlights: „Neu werden wir zum Beispiel Mandshur Tengri da haben. Das ist eine Reitertruppe, die aus den weiten Steppen der Mongolei zum großen Reiterturnier anreist. Wir konnten Deimos, den Falkenflüsterer, unter Vertrag nehmen, die Besucher können sich freuen auf das Vagantentheater Luscinia Obscura mit Gaukelei, Tanz und Musik. Wir haben inzwischen eine Salzsiederei und eine Zinngießerei an Land gezogen und warten momentan auf die Bestätigung der Druckerei Oli.“ Während Olaf und Ulrike Schulz bei ihren Events auch auf bewährte Mitstreiter setzen, etwa auf die Musiker von Pestilenzia, auf Abraxo, den Schlangenzauberer, der sowieso einmalig ist, die Hexe Chibraxa oder die drei Musiker von Freivögel, stehen noch knallharten Vertragsverhandlungen bevor, ehe Schulz die Organisation für Plau 2015 zu den Akten legen kann. Die ersten hat er schon erfolgreich bestritten. „Wir haben Chapeau Claque Rouge klargemacht. Für alle, die sich in der Mittelalterszene nicht so auskennen, das ist ein wirklich einmaliges Phantasie- und Feuertheater und wir sind so froh, dass wir die Truppe für Plau gewinnen konnten. Die sind super, die muss man einfach gesehen haben.“

Die nächsten Wochen und Monate werden Computer und Telefon wichtigstes Arbeitsutensil der beiden Plauer bleiben. „Am Ende“, sagt der Meister, „werden wir für Plau 80 bis 100 Künstler bei insgesamt 400 bis 500 Mitwirkenden auf unserem Zettel haben.“ Das zumindest ist Ziel. Und die beiden sind dafür bekannt, dass sie ihres nicht aus den Augen verlieren. Anfragen, auch von Händlern, haben sie weitaus mehr. „Das hat aber auch den Vorteil, dass wir ganz genau schauen und aussuchen können, und das wird am Ende auch die Qualität ausmachen“, sagt Olaf Schulz und freut sich, dass sich der Erfolg vom letzten Sommer in der Szene, die in den letzten Jahren immer größer geworden ist, herumgesprochen hat: „Plau baut sich quasi schon ab dem zweiten Jahr selbst auf.“

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