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Prozess in Rostock : Verfolgungsjagd: Betrunkener Polizist vor Gericht

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Erinnern Sie sich noch an den betrunkenen Polizisten, der sich mit seiner 14-jährigen Tochter im Auto eine Verfolgungsjagd mit seinen Kollegen auf der A19 lieferte? Jetzt wird ihm der Prozess gemacht.

svz.de von
erstellt am 27.Mai.2015 | 13:47 Uhr

Ein Polizist steht wegen vorsätzlicher Straßenverkehrsgefährdung sowie Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte vom 8. Juni an vor dem Amtsgericht Rostock.  Der Beamte lieferte sich nach den Ermittlungen vergangenen Dezember unter Alkoholeinfluss eine Verfolgungsjagd mit seinen Kollegen in der Rostocker Innenstadt, heißt es in einer Mitteilung des Amtsgericht vom Mittwoch. Dabei ignorierte der 47-Jährige eine Verkehrskontrolle und flüchtete auf die A19, wechselte die Fahrspuren, raste in den Gegenverkehr und kollidierte fast mit einem Streifenwagen. Seine 14-jährige Tochter saß auch im Auto.

Nachdem der Wagen die Autobahn wieder verlassen hatte, stoppten ihn die Beamten letztlich in der Gemeinde Dummerstorf. Ein Alkoholtest ergab bei dem Polizisten einen Wert von 2,2 Promille. Der Angeklagte muss mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren rechnen. Der Führerschein war eingezogen worden. Über disziplinarrechtliche Maßnahmen wird nach dem Urteil entschieden werden.

Innenminister Lorenz Caffier (CDU) forderte nach dem Vorfall ernste Konsequenzen für den Polizisten: „Wenn ein Polizeibeamter die Dienstpflichten so eklatant verletzt hat, muss er auch disziplinarisch hart bestraft werden. Die Vorbildfunktion eines Polizeibeamten lässt uns hier keinen Spielraum.“

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