Massengrab geöffnet : Verein klärt Schicksale unbekannter Toter

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67 Jahre nach Kriegsende haben Spezialisten das Massengrab eines Lazaretts in Neubrandenburg geöffnet und untersucht. Von zwei der 25 Toten sind schon die Namen bekannt: Sie hatten Verletztenpapiere bei sich.

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30. Juli 2012, 05:34 Uhr

Spezialisten des Vereins zur Bergung Gefallener in Osteuropa haben in Neubrandenburg ein Massengrab aus dem Jahr 1945 geöffnet, um das Schicksal von 25 bisher unbekannten Toten zu klären. "Dabei handelt es sich vor allem um Deutsche, die in den letzten Kriegstagen in einem Notlazarett ums Leben kamen", sagte Vereinssprecher Albrecht Laue am Montag.

Ziel sei es, den Kriegstoten ihre Namen zurückzugeben, ihren Familien Gewissheit zu verschaffen und würdige Bestattungen zu ermöglichen.

Bei der Graböffnung wurden mehrere Erkennungsmarken, persönliche Gegenstände und sogar Verletztenpapiere gefunden, zusätzlich wurden DNA-Proben genommen. Zwei vermisste Soldaten konnten bereits anhand von Verletztenpapieren identifiziert werden. 67 Jahre nach Kriegsende gibt es noch mehr als 800 000 deutsche Kriegstote, die vermisst werden und deren Angehörige sich über jeden Hinweis über deren Verbleib freuen, sagte Laue.

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