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Überfall bei Jesendorf : Verdächtiger verstieß gegen Auflagen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Neue Details zum Überfall auf eine 60-Jährige im Wald bei Jesendorf

von
erstellt am 13.Okt.2014 | 20:45 Uhr

Gestern wurden neue Hintergründe zum brutalen Überfall auf eine 60-jährige Frau im Wald bei Jesendorf (Landkreis Nordwestmecklenburg) bekannt. Nach Informationen unserer Redaktion war die Justiz bereits Wochen vor dem Verbrechen auf den 38-jährigen Tatverdächtigen aufmerksam geworden. Der Mann war im Februar dieses Jahres nach einer mehrjährigen Haftstrafe aus dem Gefängnis entlassen worden. Er stand unter Führungsaufsicht, verstieß aber gegen Auflagen, teilte gestern das Justizministerium mit. Deshalb wurden im zuständigen Landesamt für ambulante Straffälligenarbeit Ende September sogar die Möglichkeit eines Strafantrages und die erneute Einweisung ins Gefängnis geprüft. Eine endgültige Entscheidung war allerdings bis zur Tatzeit nicht getroffen worden.

Nach seiner Freilassung kam der Mann in das Präventions-Programm „Für optimierte Kontrolle und Sicherheit“ (FoKuS) des Landesamtes. In dem Programm werden rückfallgefährdete Straftäter betreut. Eine Fußfessel oder Aufenthaltsbeschränkungen gab es nicht. Eine der Auflagen für den 38-Jährigen war allerdings Alkoholabstinenz. Dagegen hatte er jedoch verstoßen. Darum sollte er einmal im Monat in der forensischen Abteilung des Landesamtes untersucht werden, hieß es.

Die Ermittler gehen davon aus, dass der Mann am Mittwoch vergangener Woche die 60-jährige gehörlose Frau im Wald überfallen und geschlagen haben soll. Außerdem habe er versucht, sie zu vergewaltigen. Am Abend sei der Mann, der sich inzwischen in Untersuchungshaft befindet, zum Tatort zurückgekehrt und habe selbst den Notruf abgesetzt. Das Opfer befindet sich nach einer Notoperation außer Lebensgefahr.

 

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