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BlauArt - Polizei trifft Kunst : Verbrecherporträts zur Kriminalitätsvorbeugung

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Mithilfe von Porträts verurteilter Straftäter will die Polizei in MV Jugendliche von einer kriminellen Karriere abhalten. Dafür zeigt das Projekt "BlauArt - Polizei trifft Kunst" 50 Malereien des Künstlers Nil Ausländer.

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erstellt am 05.Sep.2013 | 07:29 Uhr

Neubrandenburg | Mithilfe von Porträts verurteilter Straftäter will die Polizei in Neubrandenburg Jugendliche von einer kriminellen Karriere abhalten. Dafür zeigt das ungewöhnliche Kunstprojekt "BlauArt - Polizei trifft Kunst" diesmal etwa 50 Malereien des Künstlers Nil Ausländer, wie eine Polizeisprecherin gestern sagte. Die Ausstellung wird heute eröffnet.

Kunst als Möglichkeit zur Reflexion

Der aus Berlin stammende Maler hat im Rahmen des Projektes 21 der rund 160 Insassen des einzigen Jugendgefängnisses Mecklenburg-Vorpommerns in Neustrelitz porträtiert.

Die Begegnung mit dem Künstler sehen Experten als eine Chance für die Verurteilten, die eigenen Taten und Vorgeschichten zu reflektieren. Die in Öl- und Acrylmalereien Porträtierten sind wegen Diebstahl, Raub, Vergewaltigung bis zum Mord verurteilt worden. Bevor die Bilder öffentlich ausgestellt wurden, seien sie den Porträtierten selbst gezeigt worden. "Es ist beeindruckend, wie nahe der Künstler den Jugendlichen und den Haftbedingungen gekommen ist", erklärte der Leiter der Polizeiinspektion Neubrandenburg und Initiator des Projekts, Siegfried Stang.

Mit dem über Mecklenburg-Vorpommern hinaus beachteten Projekt "BlauArt" will die Polizei über die Kunst bei Führungen mit Menschen ins Gespräch kommen. Auch Landesinnenminister Lorenz Caffier (CDU) wolle sich die Porträtierten anschauen, hieß es. Die Ausstellung wird bis zum Sommer 2014 zu sehen sein.

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