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Mecklenburg-Vorpommern

18. November 2017 | 02:12 Uhr

Veolia geht: Hansa bangt um Existenz

vom

svz.de von
erstellt am 23.Nov.2011 | 10:01 Uhr

ROSTOCK | Neue Hiobsbotschaft für den FC Hansa Rostock: Der Fußball-Zweitligist muss sich einen Hauptgeldgeber suchen. Veolia wird nach den neuerlichen Krawallen den Vertrag als Trikot-sponsor zum Saisonende nicht verlängern. Damit bangt der FCH um seine Existenz. Denn sollten weitere Firmen dem Beispiel Veolias folgen, drohen hohe Einnahmeverluste und im schlimmsten Fall sogar die Insolvenz.

"Die regelmäßigen Ausschreitungen schädigen nicht nur die Reputation des Vereins, sondern auch die der Sponsoren. Für uns ist dies nicht tolerierbar", so Dr. Christian Knaape, Geschäftsführer von Veolia Umweltservice. Daher sehe das Unternehmen auch keine Möglichkeit mehr, das Engagement über die laufende Saison hinaus zu verlängern. Die Entscheidung falle schwer, weil der Verein selbst Opfer von Gewalttätern sei, die Hansa lediglich als Plattform nutzten.

Und dem Club droht weiteres Ungemach. Denn Veolia droht bei weiteren Krawallen mit einem sofortigen Ausstieg: "Selbstverständlich werden wir unser Sponsoring um jede DFB-Strafe kürzen, die gegen Hansa verhängt wird. Weitere Ausschreitungen können auch in der laufenden Saison dazu führen, dass wir unser Sponsoring sofort beenden."

Für Rostock hätte das fatale Folgen und könnte das wirtschaftliche sowie sportliche Aus bedeuten. Aktuell plant Hansa die Saison mit einem Plus von 160 000 Euro. Diese Prognose wäre nicht mehr zu halten. Weitere Schulden (derzeit über zehn Millionen Euro) würden angehäuft. Die Lizenz stünde ernsthaft auf dem Spiel. Zudem hätte Rostock keine Möglichkeiten, im Winter auf dem Transfermarkt nachzulegen, könnte den avisierten Stürmer nicht verpflichten. Der erneute Absturz in die Drittklassigkeit würde wahrscheinlicher. "Es zeigt einmal mehr, dass die Krawalle dem Image des FC Hansa schwer schaden. Die Folgeschäden sind existenzbedrohend. Das sind typische Zeichen. Die Zuschauerzahl sinkt. Sponsoren springen ab", sagte Hansa-Vorstandschef Bernd Hofmann.

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