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Holländische Hotelkette baut Aktivitäten in MV weiter aus : Van der Valk ersteigert Honecker-Jagdsitz

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Nach dem Bau des Feriendorfes Linstow, der Übernahme des Landhotels Spornitz, der Skihalle Wittenburg und der Wasserskianlage Zachun übernimmt die Hotelkette Van der Valk jetzt Honeckers ehemaligen Jagdsitz.

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erstellt am 21.Nov.2011 | 07:31 Uhr

Waren | Das holländische Tourismusunternehmen Van der Valk geht in Mecklenburg-Vorpommern auf Einkaufstour: Nach dem Bau des Feriendorfes Linstow, der Übernahme des Landhotels Spornitz, der Skihalle Wittenburg und der Wasserskianlage Zachun sowie dem Einstieg ins Golfhotel Landhaus Serrahn übernimmt die Hotelkette jetzt Honeckers ehemaligen Jagdsitz am Drewitzer See. Für 3,4 Millionen Euro hat Van der Valk gestern bei der Zwangsversteigerung am Amtsgericht Waren für die Anlage den Zuschlag erhalten. Eine endgültige Entscheidung wird es aber erst am 28. November geben. Zwei Interessenten hatten Gebote für das 14 Hektar große Areal abgegeben, das in zwei Auktionen für zwei fast gleich große Teilflächen versteigert wurde. Da kurz vor Beginn der Auktionen noch eine bisher unbekannte Forderung auftauchte, will das Gericht diese noch prüfen und eine rechtskräftige Entscheidung über die Versteigerung in einer Woche verkünden.

Van der Valk ist eines der größten Tourismusunternehmen in MV und beschäftigt inzwischen im Nordosten mehr als 550 Mitarbeiter.

Das Jagdgrundstück an dem versteckt gelegenen See hatte der damalige Stasi-Chef Erich Mielke für Honecker in den 1980er-Jahren aufwändig ausbauen lassen. Das Objekt war 1989 von aufgebrachten Bürgern gestürmt worden. 1998 hatte ein Geschäftsmann den Jagdsitz erworben und mit Ferienhäusern bebaut, er war aber pleite gegangen.

Bürgermeisterin Birgit Kuhrt äußerte sich zufrieden, dass nun Van der Valk das Zepter führen wird. "Die betreiben die große Hotel- und Ferienanlage ja schon und kennen sich dort aus", sagt sie. Van der Valk hat auch schon Pläne: "Inzwischen muss dringend investiert werden", sagt der Unternehmenschef. "Die Gruppe soll mal ruhig noch ein bisschen mehr Chic reinbringen", forderte Bürgermeisterin Kuhrt, die auch an weitere Arbeitsplätze für Leute aus ihrem Dorf denkt.

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