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Drogen-Prozess gegen Rocker : V-Mann soll aussagen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Im Drogen-Prozess gegen Rocker könnte Rechtsgeschichte geschrieben werden.

svz.de von
erstellt am 06.Okt.2014 | 20:30 Uhr

Der Mammut-Drogen-Prozess gegen Rocker am Landgericht Neubrandenburg verzögert sich weiter und könnte sogar Rechtsgeschichte im Nordosten schreiben. Wie ein Sprecher des Gerichtes gestern erklärte, läuft beim Innenministerium eine Anfrage, weil ein V-Mann der Polizei angehört werden soll. Der Informant gelte als Ausgangspunkt für das Überwachen der Rocker und das Abhören ihrer Mobiltelefone, was die Polizei auf die Spur der mutmaßlichen Drogenhändler gebracht haben soll. Zudem teilte Richter Carl-Christian Deutsch mit, dass weitere Verhandlungstermine bis zum 19. November festgelegt worden seien. Seit Januar dieses Jahres wird verhandelt.

Den vier Angeklagten, die sich zum Mongols MC zählten, wird banden- und gewerbsmäßiger Drogenhandel vorgeworfen. Sie sollen 2013 Drogen aus Bremen geholt und in der Region verkauft haben. Vor Gericht schwiegen sie bisher. Um die Identität des V-Mannes zu schützen, könne er per Bildübertragung mit verfremdeter Stimme und verfremdeten Äußeren angehört werden. Dafür sei aber die Einwilligung des Ministeriums nötig. „Es wäre ein Novum in der Rechtsgeschichte im Nordosten“, sagte der Sprecher. Das Ministerium könne die Anhörung auch versagen. Wie eine Sprecherin des Innenministeriums erläuterte, läuft die Prüfung.   Bremer Ermittler hatten einige der Verdächtigen von Januar bis Juli 2013 mehrfach in Bremer Drogenkreisen beobachtet. Die Verbindung flog am 2. Juli 2013 auf, als die Bremer Bekannten samt Drogen festgenommen wurden. Das Bremer Trio erhielt Haftstrafen von fünfeinhalb bis sechs Jahren.

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