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Strandkorbsprint-WM : Usedomer schleppen am schnellsten

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

20 Meter in 5,9 Sekunden: Zinnowitzer gewinnen Weltmeisterschaft im Strandkorbsprint / Aktion kurbelt Tourismus im Winter an

Bei der Strandkorbsprint-Weltmeisterschaft auf Usedom waren die Insulaner am Sonnabend nicht zu schlagen. Die Sportler Philipp Zillmann und Kai Franke, beide 26 Jahre alt und gebürtige Zinnowitzer, schleppten ihren 60 Kilogramm schweren Strandkorb in nur 5,9 Sekunden über die 20 Meter lange Rennstrecke. Der Rekord aus den Vorjahren liegt bei 4,91 Sekunden, wie Organisator Mayk Borchardt sagte. Rund 800 Zuschauer verfolgten demnach das Strandspektakel. Das Siegerteam bekam Medaillen, Pokale und ein Preisgeld von 100 Euro. Insgesamt sieben Teams aus der Region und aus Berlin waren angetreten. 2007 wurde auf Usedom die erste Weltmeisterschaft im Strandkorbschleppen ausgetragen – eingebettet in einem dreitägigen Winterstrandkorbfest.

Der launige Spaß hat durchaus kaufmännisches Kalkül: Für den Tourismus auf der Insel Usedom, auf der 80 Prozent der Bevölkerung direkt oder indirekt in der Branche arbeiten, sind Veranstaltungen wie diese mehr als ein Glühwein-Gaudi. Die Tourismuszahlen im Winter seien durch diese Events und qualitativ hochwertige Wellness-Angebote kontinuierlich gewachsen, sagte Sandra Grüning von der Usedom Tourismus GmbH. Wachstum ist auf der Insel mit jährlich 4,9 Millionen Übernachtungen im Sommer kaum noch möglich. „Der Winter ist eine Jahreszeit, in der der Urlauber die Natur unmittelbarer erleben kann und sie ihm an manchen Punkten auch ganz allein gehört“, sagt die Kurdirektorin von Zinnowitz, Monika Schillinger. Staus auf Straßen oder übervolle Strände wie im Sommer gibt es dann nicht. Kamen im Januar 2004 rund 2200 Gäste nach Zinnowitz, waren es im Januar 2014 mit 6800 mehr als das Dreifache, sagt sie.

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