Urlauberrekord im Visier

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30,5 Millionen Übernachtungen im Jahr angepeilt / Zuwächse vor allem auf den Inseln und in größeren Städten

svz.de von
24. August 2016, 17:39 Uhr

Kein Rekordsommer, aber dennoch ein Sommer der Rekorde für den Nordosten: Noch nie haben in einer ersten Jahreshälfte so viele Gäste Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern gemacht. 11,7 Millionen Übernachtungen zählte das Statistische Amt zwischen Januar und Juni. Das waren 4,6 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2015, das schließlich als das bislang erfolgreichste Tourismusjahr für MV in die Geschichte einging. Zum Vergleich: Bundesweit nahmen die Übernachtungszahlen im ersten Halbjahr 2016 um 3,0 Prozent zu.

„Mecklenburg-Vorpommern ist das beliebteste Sommerurlaubsland der Deutschen in Deutschland“, freute sich Wirtschafts- und Tourismusminister Harry Glawe (CDU) gestern bei der Vorstellung der Tourismus-Zwischenbilanz in Schwerin. Setze sich der Trend aus dem ersten Halbjahr fort – und darauf deuteten Umfragen in der Branche hin –, zeichne sich ein neuer Übernachtungsrekord von 30,5 Millionen für 2016 ab. Dennoch sei das kein Grund zum Ausruhen, so Glawe. Der Ausbau von Wasserwanderrastplätzen, barrierefreie Strandzugänge und Lückenschlüsse im Radwegenetz seien Aufgaben, die die nächste Landesregierung lösen müsse.

Zuwächse bei den Übernachtungszahlen gab es vor allem auf dem vorpommerschen Festland (+11,7 Prozent), auf Fischland-Darß (+7,1) sowie den Inseln Usedom (+6,3), Hiddensee (+4,9) und Rügen (+4,1). Auch die größeren Städte legten in der Urlaubergunst zu, allen voran Greifswald (+18). Leichte Rückgänge mussten dagegen die Mecklenburgische Seenplatte bzw. Schweiz (-1,2) und Westmecklenburg (-3,7) hinnehmen.

Die Gründe für den verstärkten Urlauberzustrom könnten nicht allein, aber doch zum Teil in der veränderten Sicherheitslage in der Welt gesucht werden, meinte Tourismusverbands-Präsident Jürgen Seidel. „Diese Situation spielt aber den Touristikern in ganz Deutschland in die Hände.“ Hierzulande wüssten Anbieter mit Qualität und gutem Service zu punkten. Auch der erweiterte Ferienkorridor habe sich positiv auf die Buchungen ausgewirkt. Das Wetter dagegen habe weniger Einfluss auf die Übernachtungszahlen. „Die Menschen, die zu uns ins Land kommen, sind sowieso nicht die klassischen Sonnenanbeter“, weiß Seidel. Und wenn doch: Mit Kap Arkona liegt in dieser Saison Deutschlands sonnenreichster Platz in MV. Seite 22

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