Was sich ab 1. Juli für Verbraucher ändert : Urlauber telefonieren günstiger

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Für Verbraucher treten zum 1. Juli einige Änderungen in Kraft. Sie haben vor allem eine Bedeutung für Rentner, Urlauber und Autofahrer. Einen Überblick über die Neuerungen haben wir für Sie zusammengestellt.

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29. Juni 2012, 10:36 Uhr

Für Verbraucher treten zum 1. Juli einige Änderungen in Kraft. Sie haben vor allem eine Bedeutung für Rentner, Urlauber und Autofahrer. Ein Überblick:

Rente

Zum 1. Juli steigen die Renten im Osten um 2,26 Prozent, im Westen um 2,18 Prozent. Damit steigt der Wert eines Rentenpunktes im Westen von 27,47 Euro auf 28,07 Euro, im Osten von 24,37 Euro auf 24,92 Euro. Damit steigt der Unterschied pro Rentenpunkt von 3,10 Euro auf 3,15 Euro an. Auch die durch die Inflation bedingten Kaufkraftverluste werden damit nicht ausgeglichen.

Telekommunikation

Die Preise für Handygespräche und Kurznachrichten dürfen im EU-Ausland ab Sonntag bestimmte Grenzen nicht mehr überschreiten. Telefongespräche kosten dann höchstens 29 statt bisher 35 Cent je Minute. Wer einen Anruf im Ausland annimmt, wird dafür mit maximal 8 statt 11 Cent zur Kasse gebeten. Für eine SMS werden höchstens 9 Cent fällig. Bisher waren es 11 Cent. Hinzurechnen muss man allerdings noch die Mehrwertsteuer. Für deutsche Kunden würde das Telefonieren dann 35 Cent pro Minute inklusive Steuer kosten und eine SMS maximal 11 Cent.

Mobiles Surfen im Internet (Daten roaming) wird ebenfalls günstiger: Ein Megabyte darf netto bis zu 70 Cent kosten. Bisher gab es dafür keine Höchstpreise.

Energieberatung

Um Bürgern energetische Gebäudesanierung schmackhaft zu machen, gibt es mehr Geld für Energieberatung. Die Vor-Ort-Beratung in einem Ein- bis Zweifamilienhaus wird laut Bundeswirtschaftsministerium mit einem Zuschuss von bis zu 400 Euro gefördert, bei Wohngebäuden ab drei Wohneinheiten sind es maximal 500 Euro. Zusätzlich gibt es für eine Beratung zur Stromeinsparung 50 Euro, für eine thermographische Untersuchung bis zu 100 Euro dazu. Gefördert werden Beratungen in Häusern, für die der Bauantrag vor 1995 gestellt worden ist. Anträge sind vor Beginn der Beratungen bei dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle zu stellen.

Bio-Logo

Verpackte Biolebensmittel müssen ab 1. Juli das neue EU-Bio-Logo tragen. Bislang galt eine Übergangsfrist. Dabei handelt es sich um ein aus weißen Sternen geformtes Blatt auf grünem Grund. In direkter Nähe des Emblems sind ein Kontrollcode sowie der Herkunftsort der Rohstoffe angegeben. Unterschieden wird zwischen EU-Quellen, Nicht-EU-Quellen und einer Mischvariante. Damit sollen Käufer die Garantie haben, dass die Produkte auf Basis geltender EU-Verordnungen offiziell als solche eingestuft werden dürfen. Zusätzlich zum EU-Bio-Logo können Lebensmittel mit dem staatlichen deutschen Biosiegel gekennzeichnet werden.

Hauptuntersuchung

Für Autofahrer wird es teurer, wenn sie mehr als zwei Monate nach dem vorgegebenen Datum mit ihrem Wagen zur Hauptuntersuchung kommen. Fällig wird dann ein 20-Prozent-Aufschlag auf die Gebühr, die bei Pkw ohne Mehrwertsteuer zwischen 27,80 und 43,50 Euro betragen darf. Das bedeutet einen Aufschlag von netto 5,56 bis 8,70 Euro. Im Gegenzug gilt die neue Plakette aber volle zwei Jahre vom Tag der Untersuchung an und wird nicht mehr wie bisher auf den abgelaufenen Termin zurückdatiert.

Auf dem Prüfbericht können die Sachverständigen Fahrzeughalter zudem auf drohende Probleme wie Verschleiß oder Korrosion aufmerksam machen. Ebenfalls neu ist, dass die Sachverständigen eine Probefahrt durchführen müssen.

Wechselkennzeichen

Für Autobesitzer gibt es künftig ein Wechselkennzeichen. Dabei wird ein Kennzeichen für zwei Autos zugelassen, darf jedoch zur selben Zeit nur an einem der beiden Fahrzeuge geführt werden. Das Nummernschild besteht aus zwei Teilen: einem kleineren Nebenkennzeichen, das am jeweiligen Auto bleibt, sowie den beiden Hauptkennzeichen vorne und hinten, die abwechselnd auf dem einen oder anderen Auto angebracht werden. Wer sein Fahrzeug ohne vollständiges Wechselkennzeichen auf öffentlichen Straßen parkt oder damit herumfährt, muss laut 40 bis 50 Euro Bußgeld zahlen und erhält einen Punkt, so der ADAC.

Alkoholtester

In Frankreich werden Alkoholtestgeräte in Fahrzeugen Pflicht. Diese Regelung gilt auch für Touristen und Mietwagen. Nach Angaben des ADAC gilt allerdings eine Übergangsfrist bis Ende Oktober. Erst danach verhänge die Polizei bei Verstößen eine Geldbuße von 11 Euro.

Waffenregister

Genehmigungspflichtige Waffen, die bislang bei 600 einzelnen Behörden gespeichert sind, werden in einem zentralen Waffenregister erfasst. Informationen sind damit schnell abrufbar, etwa, wer Besitzer einer Waffe ist und wo sie gekauft wurde. Der Weg einer Waffe kann besser zurückverfolgt werden.

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