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Molkerei Arla investiert : Upahl als Quark- und Joghurt-Zentrum

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Arla-Werk in MV soll für 19 Millionen zum wichtigsten Produktionsstandort für Quark- und Joghurterzeugnisse des Unternehmens werden.

svz.de von
erstellt am 06.Feb.2017 | 14:09 Uhr

Die europäische Genossenschaftsmolkerei Arla Foods will 2017 am Standort Upahl (Westmecklenburg) eine ihrer größten Einzelinvestitionen der jüngeren Vergangenheit weitgehend abschließen. Noch einmal knapp 19 Millionen Euro würden für den Ausbau des Werkes zum wichtigsten Produktionsstandort für Quark- und Joghurterzeugnisse im Arla-Verbund fließen, teilte das Unternehmen am Montag mit. Insgesamt seien in drei Jahren in Upahl dann 70 Millionen Euro eingesetzt worden. So viel wurde in diesem Zeitraum an keinem anderen Arla-Standort investiert, wie ein Unternehmenssprecher hervorhob. Durch die Installation neuer Steriltanks für Rohmilch sowie moderner Produktions- und Abfüllanlagen werde die Verarbeitungskapazität weiter steigen.

In Upahl sind nach Firmenangaben rund 450 Menschen beschäftigt. Die Großmolkerei gehört seit der Fusion der Hansa Milch eG 2011 mit der schwedisch-dänischen Genossenschaft Arla Foods zu der grenzüberschreitenden Molkereigenossenschaft. Besitzer sind heute etwa 12 000 Landwirte in Schweden, Dänemark, Deutschland, Großbritannien, Belgien, Luxemburg und den Niederlanden.

Neben Hansano aus Upahl gehören auch Kärgarden, Bergbauern, Matilde und Buko zu den bekanntesten Handelsmarken.

Die etwa zwei Jahre lang anhaltende Milchkrise war auch an dem Genossenschaftsunternehmen Arla nicht spurlos vorübergegangen. Als Reaktion auf fallende Milchpreise und sinkenden Erlöse hatte die Geschäftsleitung die Investitionen gedrosselt, fährt sie nun aber wieder nach oben. Wie das Unternehmen mitteilte, sollen im laufenden Jahr insgesamt 335 Millionen Euro für die Erweiterung und Modernisierung von Produktionsstätten eingesetzt werden. Das seien fast 50 Prozent mehr als 2016, hieß es.

Nach Tiefstpreisen von knapp 20 Cent je Kilogramm Rohmilch Mitte vorigen Jahres haben sich die Erzeugerpreise wieder etwas erholt.

Doch auch aktuell erzielte Preise von 33 Cent gelten für viele Milchbauern noch nicht als kostendeckend. Arla hatte nach eigenen Angaben zum Höhepunkt der Krise seinen Lieferanten etwa vier Cent je Liter über dem jeweiligen Tiefstpreis gezahlt.

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