unterwegs im Norden : Unterwegs auf dem einsamen Fluss

Der renaturierte Teil der Recknitz
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Der renaturierte Teil der Recknitz

Recknitz bietet Natur, Stille und kann ganzjährig befahren werden

svz.de von
11. Juli 2015, 16:00 Uhr

Angelika Hergt gerät ins Schwärmen, wenn sie vom renaturierten Flusslauf der Recknitz zwischen Recknitzberg und Bad Sülze erzählt. Deren vorheriger, begradigter Flusslauf wurde wallartig zugeschüttet, das ursprüngliche Bett des Flüsschens wieder hergestellt.

Hier gibt es kaum Strömung, so dass die wenigen Kanuten in beide Richtungen des Flusses unterwegs sind. Die Recknitz ist ganzjährig befahrbar.

Die Paddlerin empfiehlt eine 15 Kilometer lange Strecke im renaturierten Flussteil. An der Einstiegsstelle am Wehr in Recknitzberg können die Kanus sanft ins Wasser gelassen werden – schon steht dem Paddelerlebnis auch für unerfahrene Kanuten nichts mehr im Weg. Wer kein eigenes Kanu besitzt, leiht eines an der Kanuausleihstation in Bad Sülze und fährt die Strecke entgegengesetzt nach Recknitzberg.

Aus Erfahrung empfiehlt die Kanutin, bei schwülem, heißen Wetter auf dünne, lange Bekleidung aus festem Gewebe zurückzugreifen, weil es in dieser Zeit viele Bremsen am Fluss gibt.

Wer die Plagegeister komplett meiden möchte, nutzt den Frühsommer oder den Herbst für diese schöne Kanustrecke. Das hat auch den Vorteil, dass der Uferbewuchs dann nicht ganz so üppig ist.

Zurzeit, so erzählt Angelika Hergt, ist die Recknitz noch sehr breit. Doch nach und nach erobert die Natur den Fluss zurück.

Wer ein längeres Stück fahren möchte, dem sei das Stück von Tessin über Bad Sülze bis nach Ribnitz-Damgarten ans Herz gelegt.

Etappenvorschlag für eine mehrtägige Tour auf der Recknitz: 1. Tag Tessin: Recknitzberg, zirka zwölf Kilometer; 2. Tag: Recknitzberg – Bad Sülze, zirka 15 Kilometer; 3. Tag: Bad Sülze – Marlow, zirka zwölf Kilometer; 4. Tag: Marlow – Ribnitz-Damgarten, zirka 20 Kilometer.

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