Einstiges Imperium : Unternehmer Mathias Stinnes gestorben

Unternehmer Mathias Stinnes

Unternehmer Mathias Stinnes

Einer der letzten großen Unternehmer des einstigen Stinnes-Imperiums ist gestorben. Der 74-jährige Mathias Stinnes lebte zuletzt auf Burg Schlitz in der Mecklenburgischen Schweiz und starb in Hamburg. Die CDU im Nordosten trauert um einen wichtigen Berater.

svz.de von
20. Januar 2016, 21:00 Uhr

Der Unternehmer Mathias Stinnes, lange Jahre Vorsitzender der CDU-Mittelstandsvereinigung MIT im Nordosten, ist tot. Der 74-Jährige starb bereits am 14. Januar in Hamburg, wie seine Büroleiterin Gabi Orlowski am Mittwoch in Burg Schlitz (Landkreis Rostock) sagte. „Es war für uns alle unerwartet.“ Stinnes galt als letzter aktiver Geschäftsmann der Familie Stinnes, die Anfang des 20. Jahrhunderts einen der größten Handels- und Industriekonzerne Deutschlands besaß.

Mit großer Anteilnahme reagierte die CDU in Mecklenburg-Vorpommern heute. Mit ihm verliere der Landesverband einen Mitstreiter, der sich in vielen verschiedenen Funktionen ehrenamtlich engagiert habe.„In dieser schweren Stunde sind wir in Gedanken bei seiner Familie, den Angehörigen und Freunden von Mathias Stinnes“, erklärte Lorenz Caffier als CDU-Landesvorsitzender.

Stinnes war zuletzt noch Geschäftsführer der Hugo Stinnes GmbH & Co KG mit Sitz auf Burg Schlitz bei Teterow. In dem idyllischen Landschaftspark, der als „Wiege der Mecklenburgischen Schweiz“ gilt,  hatte eine seiner Firmen im Jahr 2000 ein Luxushotel gekauft, das aber 2011 wieder veräußert wurde. Dort lebte er aber bis zuletzt. Er starb in einem Hamburger Krankenhaus und hinterlässt fünf erwachsene Kinder.

In Mecklenburg-Vorpommern betrieb Stinnes nach 1990 mehrere Firmen, wie eine Spedition, ein Flugzeugwerk und eine private Eisenbahnfirma  in Neubrandenburg, die inzwischen verkauft oder wieder geschlossen wurden. Stinnes hatte sich zudem beim Sportclub Neubrandenburg und bei einer Flugsportgruppe in Laage engagiert.

Seine Urne soll nach dem Willen seiner Familie in der Familiengruft in Mülheim an der Ruhr beigesetzt werden. Anfang Februar sei eine öffentliche Trauerfeier auf einem Friedhof in Hamburg geplant.

Stinnes war von 2001 bis 2009 Vorsitzender des MIT-Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern und zudem Landesschatzmeister des CDU-Verbandes. Er habe als Unternehmer sein Wissen und seine Fähigkeiten immer wieder gewinnbringend für alle eingebracht, erklärte Caffier. 

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