Bildung MV : Union will mehr Hauptschulabschlüsse

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Politiker sprechen sich für Einführung eines „differenzierten Hauptschulabschlusses“ an Förder- und Sonderschulen aus

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26. Juni 2016, 21:00 Uhr

Die Union will mehr leistungsschwachen Schülern den Hauptschulabschluss ermöglichen. Er gilt als Mindestvoraussetzung für die nahtlose Aufnahme einer Berufsausbildung. Bildungsexperten von CDU und CSU in Bund und Ländern sprachen sich bei einer Konferenz in Schwerin für die Einführung eines „differenzierten Hauptschulabschlusses“ an Förder- und Sonderschulen aus.

Dieser Abschluss soll die individuellen Abweichungen des jeweiligen Schülers vom Bildungsstandard der Hauptschule transparent machen, heißt es in einer am Samstag zum Abschluss des zweitägigen Treffens veröffentlichten „Schweriner Erklärung“. Die bildungspolitischen Sprecher der CDU/CSU-Landtagsfraktionen fordern die Kultusminister darin auf, rasch einheitliche Vorgaben für einen solchen Abschluss zu erarbeiten, um die bundesweite Anerkennung sicherzustellen.

Den Angaben zufolge verlassen noch immer jährlich mehr als 46 000 Jugendliche die Schulen, ohne mindestens den Hauptschulabschluss erreicht zu haben. Viele von ihnen seien schwer in den Ausbildungsmarkt vermittelbar. Dies erschwere den Betroffenen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels gelte es, das Ausbildungspotenzial effektiver zu nutzen.

Angesichts einer Vielzahl unbesetzter Leitungsstellen an den Schulen sprachen sich die Unionspolitiker für eine bessere Honorierung aus. „Die bestehenden Anreize, sich für die Übernahme einer Leitungsfunktion zu entscheiden, scheinen offenbar nicht ausreichend zu sein“, hieß es. Verbessert werden könne die Lage über finanzielle Anreize und Entlastung von Unterrichtsstunden. An jeder zehnten Grundschule in Deutschland gibt es derzeit nur einen kommissarischen Chef.

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