Studieren in Rostock : Uni erweitert ihren Ulmencampus

Schwerpunkt 1: Der Südstadtcampus mit der Bibliothek als Eingangstor Fotos: nicp/Joro
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Schwerpunkt 1: Der Südstadtcampus mit der Bibliothek als Eingangstor Fotos: nicp/Joro

Baudezernat und Land stecken in den Vorplanungen, Bebel-Tower wird als Standort abgeschafft

Der Ulmencampus wird wachsen. Er soll in den nächsten Jahren die Philosophische Fakultät mitaufnehmen. Ulmicum soll das erweiterte Hochschulgelände in der KTV dann heißen. Die Idee dahinter ist, auf lange Sicht die Universitätsstandorte zu vier großen Campussen zu verdichten. Nicht zuletzt ist das auch eine Vision des Bildungsministers Mathias Brodkorb (SPD), der den Auftrag gab.

Die vier großen Schwerpunkte sollen folgende werden: der Südstadtcampus als Standort der MINT-Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, der Innenstadtcampus mit Theologie, Universitätsleitung und -verwaltung, der Ulmencampus als Geistes- und Sozialwissenschaftlicher Campus und die Schillingallee als Sitz der Medizinischen Fakultät.

Das sei die Strategie der baulichen Entwicklung, bestätigt Dr. Andreas Werner vom Baudezernat der Uni Rostock. Einzelne Außenstandorte sollten aber aufgrund der Funktion erhalten bleiben, zum Beispiel: Dummerstorf mit dem Versuchsstall oder auch Zingst mit der Versuchsstation.

Die wohl größte angedachte Änderung besteht in der Konzentration der Philosophischen Fakultät auf das Ulmicum. Die Fakultät ist derzeit über das gesamte Stadtgebiet verteilt. Standorte gibt es in der Innenstadt, der Ulmenstraße, der Parkstraße oder auch der Möllner Straße. Ein Schwerpunktstandort ist das Hochhaus in der August-Bebel-Straße 28, der so genannte Bebel-Tower. Künftig soll er der Geschichte angehören, denn als Hauptstandort für die Philosophische Fakultät ist er nicht ideal. Die Räume sind klein, es gibt keinen Vorlesungssaal und keine Aufenthaltsbereiche – weder draußen noch drinnen. „Der bauliche Zustand entspricht dem Alter des Gebäudes mit Baujahr 1978“, so Werner. Bauaufsichtlich sei die jetzige Nutzung zulässig, die oft kritisierten Sanitäranlagen teils saniert. Was aus dem Bebel-Tower wird, wenn die Vision der großen vier wahr wird, ist noch nicht klar. „Die Planung zum Ulmicum befindet sich in der Grundlagenermittlung und in der rein funktionalen Verortung der Bedarfe“, so Dr. Andreas Werner vom Baudezernat der Uni Rostock. Es gehe gerade darum abzuwägen, welchen Bedarf es gibt und welche Möglichkeiten der Unterbringung. Auch Alternativen zum Ulmencampus würden erwogen. „Wir sind in einem sehr frühen Planungsstand“, unterstreicht auch Christian Hoffmann, Sprecher vom Betrieb für Bau- und Liegenschaften, der sich im Auftrag des Landes mit der Uni abstimmt – auch zur Konzentration der Bibliothek. „Die Planung sieht drei Schwerpunktstandorte für die Universitätsbibliothek vor: Südstadt, Ulmencampus, Innenstadtcampus“, so Werner. Inwieweit die Medizin die Bibliotheksversorgung in der baulichen Entwicklung berücksichtige, sei nicht bekannt.

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