UFO-Sichtung oder Halloween-Asteorid? : Ungewöhnlicher Lichtschein am MV-Nachthimmel

<p>Diese Aufnahme von gestern Nacht stellte uns Hannes Ziemke per Facebook zur Verfügung</p><p> </p>
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Diese Aufnahme von gestern Nacht stellte uns Hannes Ziemke per Facebook zur Verfügung

 

Rakete, Ufo oder "nur" verglühter Meteorit? Viele Menschen in MV sichteten in der Nacht ein ungewöhnliches Licht. Offenbar handelte es sich um den Halloween-Asteoriden bzw. Gesteinsbrocken im Umfeld des auch "2015 TB145" genannten Himmelskörpers, der in 480.000 km Entfernung die Erde passierte.

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01. November 2015, 12:40 Uhr

Passend zur Halloween-Nacht wurde diese ungewöhnliche Lichterscheinung von verschiedenen Bürgern gestern gegen 19 Uhr bei der Einsatzleitstelle der Polizei gemeldet. Die Mitteilenden gaben an von verschiedenen weit auseinanderliegenden Standorten östlich von Neubrandenburg, in Richtung Autobahn A 20, in großer Höhe einen gleißenden, lang gezogenen Lichtschein wahrgenommen zu haben. Aber auch im Westmecklenburg, verstärkt im Raum Zarrentin, sichteten Einwohner dieses Licht.  Einer unserer Leser, Hannes Ziemke, stellte uns sogar freundlicherweise über Facebook eine Aufnahme des grünen Lichts mit dem Schweif zur Verfügung.

Möglicherweise stammt die - wie jetzt auch in der Mopo Dresden zu sehen - aus Tschechien. Hier wie in den gesamten ostdeutschen Bundesländern war das Phänomen sehr gut zu sehen. Nach Infos von wetteronline handelte es sich um eine so genannte Feuerkugel. Um einen besonders leuchtstarken Meteorit oder extrem helle "Sternschnuppe" also. Die oft nur wenige Dezimeter großen Meteoriten verglühen nach kurzem Leuchten in der Erdatmosphäre.

In den sozialen Netzen, vor allem auf Facebook mit weit über 200 Kommentaren, entbrannte eine heiße Diskussion. Ein User, vermutet, dass es sich um einen wie vermeldet über Prag verglühten Meteoriten handeln könnte, andere halten das ganze für Humbug. Und "Tom Muster" meint augenzwinkernd: "Ja da kommen auch die Aliens..... Merkel hat sie alle eingeladen. Auch das schaffen wir." Viele aber - so  bei Goldberg, Grabow, Eldena, Schwerin und sogar in Sachsen-Anhalt - haben die Erscheinung ebenfalls gesehen.

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Bestätigt wurde diese Sichtung von den Mitarbeitern der Polizeihubschrauberstaffel, die auch eine rationale Erklärung dafür hatte. Sie meinten, dass es sich wahrscheinlich um das Verglühen eines winzigen Meteoriten gehandelt haben könnte.

Oder aber tatsächlich um den so genannten "Halloween-Asteoriden". Der sollte nach Ausführungen mehrerer Hobby-Experten und Wissenschaftler am 31. Oktober 2015, also zu Halloween, den erdnächsten Punkt seiner Bahn erreichen. Wegen des Datums trägt er auch diesen Namen - nicht, weil er möglicherweise so gruselig ist. Sein offizieller Name ist entsprechend auch 2015 TB145. "Der Himmelskörper ist etwa 400 bis 600  Meter groß, wurde am 10. Oktober 2015 vom Pan-STARRs-Teleskop der Universität Hawaii entdeckt und wird die Erde in einem Abstand von 480.000 Kilometer passieren", schreibt etwa Florian Freistetter auf der Webseite scienceblogs.de. "Das ist absolut kein Grund zur Sorge: Mit dieser Distanz ist der Felsbrocken weiter von uns entfernt als der Mond!"

Und bereits heute stellte das California Institute of Technology erste Bilder ihrer riesigen Infrarot-Teleskop-Anlage von dem Asteoriden auf seiner Bahn vorbei an der Erde ins Netz. Klicken Sie bei den Bildern einmal auf den rechten Pfeil und sehen Sie, in welcher Geschwindigkeit das "Teil" mit seinen ca. 600 Metern Durchmesser rotiert. Beeindruckend.

 
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