Schweriner Petition Thema im Bundestag : Ungeteilte Aufmerksamkeit für Michaela Skott

Erfolgreiche Online-Petentin: Michaela Skott
Erfolgreiche Online-Petentin: Michaela Skott

Mehr Rechte für Schwangere: Schwerinerin setzt sich im Bundestag für ihre Petition ein.

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20. Juni 2016, 21:00 Uhr

„Ich habe das Gefühl, dass das Eine oder Andere angekommen ist.“ Nach ihrem Auftritt vor dem Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages musste die Schwerinerin Michaela Skott am Montagnachmittag erst einmal tief durchatmen. Eine Stunde lang hatte sie den Parlamentariern Rede und Antwort zu ihrer Petition gestanden, in der sie fordert, schwangeren Frauen nicht nur die freie Wahl des Geburtsortes, sondern auch eine 1:1-Betreuung durch eine Bezugshebamme zuzugestehen (wir berichteten).

Zwar wurde gestern noch nicht darüber abgestimmt, wie mit der Petition weiter verfahren werden soll. „Ich konnte aber klar machen, dass gute Geburtshilfe nicht standardisiert, sondern immer individualisiert sein muss“, erzählte die 39-Jährige anschließend am Telefon. Und sie habe das Bewusstsein der Abgeordneten dafür geschärft, dass es endlich eine standardisierte Datenerfassung zum Thema Geburtshilfe geben muss. Die Angaben, wie viele Hebammen es bundesweit gibt, schwankten beispielsweise zwischen 17 000 und 21 000. Auch hier im Land gebe es keine genauen Zahlen, wohl aber die beschwichtigende Aussage, es seien genug Geburtshelferinnen. „Ich höre aber immer wieder, dass Frauen sagen, wenn sie sich nicht bis zur achten Schwangerschaftswoche angemeldet hätten, würden sie keine Hebamme mehr finden“, so Skott. Vor allem Erstgebärende seien davon betroffen.

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