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Fahren für 17-Jährige : Unfallrisiko gesunken

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Verkehrsexperten begrüßen begleitetes Fahren für Jugendliche

Das 2011 eingeführte begleitete Fahren für 17-Jährige hat sich aus Expertensicht bewährt. Statistiken zufolge haben die jungen Leute als 18-Jährige in den ersten zwei Praxisjahren ein um 20 Prozent geringeres Unfallrisiko als ihre Altersgenossen, die gleich nach der Führerscheinprüfung ohne Begleitung unterwegs sind, hieß es gestern bei einer Fachtagung der Verkehrswacht Mecklenburg-Vorpommern in Rostock. Dies sei die stärkste unfallreduzierende Maßnahme, die jemals im Bereich von Fahranfängern umgesetzt wurde.

Auch der Landes-Fahrlehrerverband begrüßte die Möglichkeit des frühen Fahrenlernens. Die Jugendlichen hätten als 18-Jährige, wenn sie alleine fahren dürfen, mehrere Tausend Kilometer Fahrerfahrung, sagte der stellvertretende Verbandsvorsitzende, Klaus Petermann, am Rande der Tagung. Er bedauerte jedoch, dass noch zu wenige Jugendliche das Angebot annehmen. Laut Bundesanstalt für Straßenwesen sind es nur 40 Prozent.

Das begleitete Fahren sei jedoch nur eine von vielen Stellschrauben, mit denen das Autofahren auf Deutschlands Straßen sicherer gemacht werden kann. Dabei muss nach Ansicht von Gerrit Manssen von der Universität Regensburg eine allgemeine Geschwindigkeitsbegrenzung das zentrale Thema der künftigen Verkehrspolitik sein. Damit könnte die Zahl der Verkehrstoten erheblich gesenkt werden. Im vergangenen Jahr starben mehr als 3300 Menschen auf Deutschlands Straßen.

„Bei den Autobahnen gibt es aber ein Denkverbot“, beklagte Manssen. Die Politik wolle es erst gar nicht wissen, um wie viel die Zahl der Toten bei einem Tempolimit 130 gesenkt werden könne. 2013 waren rund 420 Menschen auf Autobahnen gestorben, Verkehrsexperten gehen von rund 100 Toten weniger pro Jahr nach Einführung eines Tempolimits aus. Die Verkehrswacht geht auch davon aus, dass innerorts mit der Einführung der Regelgeschwindigkeit von 30 Kilometer pro Stunde der Verkehr wesentlich sicherer werden könnte.

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