Neustrelitz : Umstrittene Arbeiten an Schlosskeller gestartet

Einst ein Prachtbau: das Residenzschloss Neustrelitz
Einst ein Prachtbau: das Residenzschloss Neustrelitz

Firma fällt Bäume auf Gelände in Neustrelitz. Treffen mit Minister am 7. März

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21. Februar 2018, 12:00 Uhr

Ungeachtet des Streits um die Verfüllung des denkmalgeschützten Schlosskellers in Neustrelitz sind die ersten Arbeiten gestartet. Eine Firma aus Bayern begann gestern, die Bäume auf dem Gelände zu fällen und zu schreddern. Mit mehreren Mini-Baggern soll das Gelände auch oberflächlich geräumt werden. „Wir wussten, dass die Arbeiten im Februar noch beginnen sollten“, sagte Stadtsprecherin Petra Ludewig, war aber dennoch etwas überrascht.

Erst am Morgen hatte ein Sprecher des Schweriner Finanzministeriums angekündigt, dass ein Treffen mit dem Finanzminister des Landes eine Lösung in dem Streit bringen soll. Minister Mathias Brodkorb (SPD) habe Bürgermeister Andreas Grund (parteilos) und die Fraktionsvorsitzenden der Stadtvertretung für den 7. März nach Schwerin eingeladen. Auch das Landesamt für Kultur und Denkmalpflege soll daran teilnehmen.  Das Land als Eigentümer von Schlossberg und -park will den Keller nach rund 70 Jahren räumen und mit einem speziellen Sand verfüllen, der bei Wiederbebauung angeblich einfach entfernt werden könnte.

Zudem soll die Kelleroberfläche so gestaltet werden, dass die Schlossumrisse erkannt werden können. Dafür wurden rund 1,2 Millionen Euro eingeplant. Dagegen regt sich Widerstand.

Vereine und Neustrelitzer befürchten, dass der Keller nicht komplett vom Schutt geräumt werden würde, bevor er verfüllt wird. Die Stadtvertreter haben zudem vor Kurzem mehrheitlich eine Verfüllung ganz abgelehnt.

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