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Hilfe für die arbeitslosen Schlecker-Beschäftigten : Umschulungsplätze für Schlecker-Beschäftigte

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Land und Bundesanstalt für Arbeit stocken die Umschulungsangebote für die nach der Pleite der Drogeriemarkt-Kette entlassenen mehr als 700 Mitarbeiter des Schlecker-Konzerns in MV auf. Es entstehen 100 Plätze.

svz.de von
erstellt am 07.Aug.2012 | 12:07 Uhr

Schwerin | Hilfe für die arbeitslosen Schlecker-Beschäftigten: Land und Bundesanstalt für Arbeit stocken die Umschulungsangebote für die nach der Pleite der Drogeriemarkt-Kette entlassenen mehr als 700 Mitarbeiter des Schlecker-Konzerns in MV auf. Das teilte Arbeitsministerin Manuela Schwesig (SPD) gestern gegenüber unserer Zeitung mit. Danach werden je 100 Plätze für Umschulungen zur Pflegefachkraft und zur Erzieherin zusätzlich eingerichtet. Darauf hätten sich Land und Bundesagentur nach Verhandlungen verständigt. Die Lehrgänge für die neuen Pflegekräfte sollen bereits ab September angeboten und die bisher ohnehin vorgesehenen Plätze um 100 aufgestockt werden. Vermittelt würden die Umschulungen jeweils über die Agenturen für Arbeit. "Mir ist wichtig, den vor allem betroffenen Frauen eine neue Perspektive zu geben, die langfristig trägt und sie nicht von einer Maßnahme in die nächste befördert", sagte Schwesig.

Indes scheinen auch die Hürden für jene Schlecker-Beschäftigte kleiner zu werden, die sich zur Erzieherin umschulen lassen wollen. Noch müssten "qualitative und rechtliche Voraussetzungen geschaffen werden", so Schwesig. Arbeits- und das Bildungsministerium hätten sich aber auf ein Modellprojekt geeinigt, das zu Beginn des Ausbildungsjahres im Februar 2013 starten soll. Bislang war die Umschulung von ehemaligen Schlecker-Mitarbeitern zu Erziehern an den hohen Zugangsvoraussetzungen gescheitert. Der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi zufolge waren Umschulungen auch mit dem Verweis darauf abgelehnt worden, dass die Lehrgänge Interessenten ohne Ausbildung und Arbeitssuchenden, die bereits mehrere Jahre nicht mehr in ihrem Beruf tätig waren, vorbehalten seien.

Die nun zusätzlichen Umschulungen sollen drei Jahre dauern. Die ersten zwei Jahre würden von der Arbeitsverwaltung, das dritte Jahr vom Land finanziert, teilte das Sozialministerium mit. Während der Umschulungen, die bei entsprechender Qualifikation auch anderen Arbeitslosen zur Verfügung stünden, erhielten die Umschülerinnen weiter Leistungen von der Arbeitsagentur auf der Höhe des Arbeitslosengeldes.


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