Umfrage beweist: Urlauber lieben unsere Elde

Fest im Griff von Väterchen Frost: Die Elde bei Lübz ist derzeit von Eis bedeckt. Doch kommende Saison werden wieder unzählige Bootstouristen ihren Urlaub hier verbringen. Antje Bernstein
Fest im Griff von Väterchen Frost: Die Elde bei Lübz ist derzeit von Eis bedeckt. Doch kommende Saison werden wieder unzählige Bootstouristen ihren Urlaub hier verbringen. Antje Bernstein

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24. Dezember 2010, 01:57 Uhr

Lübz/ Plau am See | Wer die Müritz-Elde- oder die Störwasserstraße kennt, kommt wieder. Das zeigen die Ergebnisse einer Touristenbefragung entlang der Flussläufe, die die Initiatoren der Befragung nun präsentiert haben. Neben vielen positiven Ergebnissen gab die Befragung aber auch Aufschluss über Verbesserungswürdiges. Von Mai bis September dieses Jahres fand auf Initiative der LEADER-Aktionsgruppen "SüdwestMecklenburg" und "Warnow-Elde-Land", unterstützt durch den Landestourismusverband und den Tourismusverband Mecklenburg-Schwerin, eine Befragung von rund 600 Touristen statt. Ziel der Gästebefragung war es, die Bedürfnisse der Gäste und die Gäste selbst besser kennen zu lernen. Die so gewonnenen Erkenntnisse sollen helfen, geeignete Maßnahmen zur Qualitätssteigerung der Angebote entlang der Wasserstraßen zu bestimmen. Insgesamt zeigt das Befragungsergebnis eine hohe Zufriedenheit der Wasserwanderer, Radwanderer und Erholungsgäste. Viele Besucher sind der Region als Reiseziel treu und kommen jedes Jahr wieder, um hier ihren Jahresurlaub auf oder am Wasser zu verbringen. 96 Prozent von ihnen gaben an, die Wasserstraßen uneingeschränkt weiterzuempfehlen. Besonders zufrieden sind die Gäste mit der intakten Landschaft, den Unterkünften und der Gastronomie, kritisieren im Gegenzug eine unzureichende Internetpräsenz, mangelnde Informationen vor Ort, fehlende Rast- und Sitzmöglichkeiten sowie zu verbessernde Sanitäranlagen. Ungünstig bewerten die Wasserwanderer die Automatik und die Wartezeiten an den Schleusen und deren Öffnungszeiten.

Neben den Gästen waren auch touristische Dienstleister wie Betreiber von Wasserwanderrastplätzen, Campingplätzen, Häfen, Stadtinformationen, Beherbergungsstätten und gastronomischen Einrichtungen in die Befragung eingebunden. Diese wünschen sich vor allem eine abgestimmte, einheitliche Beschilderung entlang der Wasserstraßen und eine kooperative Zusammenarbeit über die gesamte Region hinweg. Zukünftig sollte es mehr gemeinsame Auftritte der Dienstleister geben, Termine und Veranstaltungsarten sollten aufeinander abgestimmt werden.

Hier wollen die Akteure ansetzen und künftig versuchen, den Wünschen der Besucher zu entsprechen. "Die Arbeit wird jetzt darin bestehen, kurzfristig handlungsorientierte Maßnahmen zu entwickeln, um auch im nächsten Jahr rundum zufriedene Stammgäste wieder zu begrüßen und natürlich zahlreiche Erstbesucher empfangen zu dürfen", so Ingrid Herrmann und Torsten Mehlhorn, Regionalmanager der beiden LEADER-Regionen. Dazu haben sich die Beteiligten in Neustadt-Glewe auf erste gemeinsame Schritte bereits verständigt. Teilregionale Arbeitsgruppen sollen helfen, vorhandene Angebote zu marktfähigen Produkten zu bündeln, die Kommunikation und Beschilderung zu verbessern und die Zusammenarbeit zwischen Kommunen und Dienstleistern besser zu organisieren. Langfristig soll gemeinsam eine Marketinginitiative vorbereitet werden, die die Akteure auf das Jahr 2012 und die 600-jährige Erteilung des Rechts des Baus von Wasserstraßen im Mecklenburgischen ausrichten wollen.

Die LEADER-Gruppen verstehen sich als Förderer und Unterstützer von regionalen Entwicklungen, dazu gehört auch die Entwicklung an den Wasserstraßen. Ingrid Herrmann und Torsten Mehlhorn: "Wir bieten allen Interessenten die Möglichkeit, ihre Ideen unter dem Motto "Wasserwege erleben und entdecken" einzubringen und Erfahrungen auszutauschen."

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