Unternehmen Landpute sorgt für die Kinder seiner Mitarbeiter : Um 4.45 Uhr kann Lina in die Kita

  Doreen Debes mit Tochter Lina:   Mehr Flexibilität durch die  Kita  mxhe
Doreen Debes mit Tochter Lina: Mehr Flexibilität durch die Kita mxhe

Am 1. Mai 2013 hat Lina ihren ersten Tag in der Kita. Angemeldet wurde sie lange vor ihrer Geburt. Den Platz sicherten sich Linas Eltern, nachdem sie erfuhren, dass dort eine Betreuung in Randzeiten angeboten wird.

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20. September 2012, 08:28 Uhr

Parchim | Dick eingepackt liegt Lina in ihrem Kinderwagen. Von dem Trubel um sie herum, von den Gästen auf dem Außengelände der Kita "Pfiffige Füchse", von der Rede von Landwirtschaftsminister Till Backhaus oder dem Besuch von Bürgermeister Uwe Kröger bekommt das knapp fünf Monate alte Mädchen nichts mit. Dabei geht es - zumindest indirekt - auch um Lina: Am 1. Mai 2013 wird sie ihren ersten Kita-Tag bei den "Pfiffigen Füchsen" in Friedrichsruhe bei Parchim haben. Von 4.45 Uhr bis 20.45 Uhr kann Lina dann in der Einrichtung betreut werden - dank einer erfolgreichen Zusammenarbeit des Unternehmens Mecklenburger Landpute, des Landkreises und der Gemeinde, die gestern symbolisch den Grundstein für die neue Randzeiten-Kita legten. 18 neue Krippen- und Kitaplätze für die Kinder der Mitarbeiter der Mecklenburger Landpute sollen dort durch umfangreiche Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen bis Mitte Dezember entstehen.

"Wir haben viele Mitarbeiter, auch im Schichtdienst, die Kinder haben oder erwarten und bei denen es immer wieder Schwierigkeiten aufgrund fehlender Kita-Plätze gab", erzählt Armin Kremer, Geschäftsführer der Mecklenburger Landpute. So sei zunächst die Idee entstanden, einen eigenen Betriebskindergarten zu eröffnen. "Aufgrund der Trägerschaft ist dies jedoch schwierig", so Kremer. In enger Absprache mit dem Landkreis Ludwigslust-Parchim sei man schließlich zu der Alternative gekommen, das geplante Projekt an die kommunale Kita "Pfiffige Füchse" anzuhängen.

Wichtige Voraussetzung für das Unternehmen: Eine Betreuung auch in den Randzeiten, also vor 6 Uhr und nach 18 Uhr. "Wir möchten die Familien entlasten. Sie sollen die Geborgenheit haben, ihre Kinder an einen Ort geben zu können, an dem es toll ist." Zusätzlich übernimmt die Mecklenburger Landpute die Kita-Kosten, nach Abzügen des Zuschusses durch die Landesregierung 139 Euro pro Kind. "Wir sind in diesem Bereich ein Vorreiter. Ich glaube, dass wir für unsere Mitarbeiter eine sehr gute Möglichkeit geschaffen haben", sagt Armin Kremer. Als Nebeneffekt hoffe er, dass dies dazu beitrage, Fachkräfte zu halten - oder Menschen zurückzuholen, die weggegangen seien.

In der kommenden Woche soll der Umbau in der Einrichtung beginnen, bei laufendem Betrieb mit 50 Kita-Kindern. Unter anderem sollen Schlaf- und Spielräume für die Krippenkinder, ein neuer Experimentierraum und ein großer Sanitärtrakt entstehen, berichtet Kita-Leiterin Heide Blank. Rund 80 000 Euro wird der gesamte Umbau kosten, 60 000 Euro davon werden mit Fördermitteln finanziert. Zwei neue Erzieherinnen hat Heide Blank bereits eingestellt, eine weitere Stelle ist noch zu besetzen. In Früh-, Mittel- und Spätschichten wird das Team arbeiten. "Wenn man bereit ist, sich für neue Formen zu öffnen, ist das für kleine Einrichtungen natürlich auch eine Standortsicherung", so Blank. Für Doreen Debes, die Mutter der kleinen Lina, bedeutet das Angebot ihres Arbeitgebers vor allem eines: Flexibilität. "Mein Mann und ich arbeiten beide bei Landpute, mein Mann im Schichtdienst. Die Betreuung in der Kita nimmt für uns einfach viel Druck raus", erzählt sie.

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